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Kopfstand des Tages: Karnevalstrikot des 1. FC Köln

Fußball Kopfstand des Tages: Karnevalstrikot des 1. FC Köln

Schon der Start verlief denkbar schlecht für das neue Kölner Karnevalstrikot. Es war noch gar nicht auf dem Markt, da hatte das Sessions-Shirt im Oktober bereits den ersten Shitstorm hinter sich.

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Kopfstand des Tages: Karnevalstrikot des 1. FC Köln

Quelle: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto/SID-IMAGES

Köln. Rot und Weiß, mit stilisierten Quasten, Knöpfen und Kragenschmuck, so haben es die "Roten Funken" in der Fünften Jahreszeit zwar zu einigem Ruhm gebracht - von den FC-Profis wünschten sich zahlreiche Fans dann aber doch ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit.

Und so fielen nach der Onlinepräsentation auch viele Reaktionen aus. Besorgte Anhänger schrieben ihre Bedenken auf der Facebookseite des Klubs nieder, mal mehr ("Wie soll uns der Gegner da noch ernst nehmen?"), mal weniger konstruktiv ("Ach du Scheiße, ist das hässlich"). Der geplante erste Einsatz des Trikots gegen Mainz 05 wurde dann verlegt, eine Woche nach den Terror-Angriffen von Paris schien den FC-Verantwortlichen die Zeit nicht reif für eine launige Marketing-Maßnahme.

Und beim lang erwarteten Debüt am Samstag gegen den VfB Stuttgart wirkte das Karnevalstrikot dann auf eine ganz andere Art unpassend. Die Kölner Profis begannen hoffnungsvoll, gerieten in Rückstand, kämpften dann tapfer aber zunehmend aussichtslos gegen die 1:3-Niederlage an - und sahen dabei über 90 Minuten aus wie elf Gardisten der Roten Funken. Ungewollte Komik ist immer die Gefahr bei solchem Klamauk, und auf den Online-Spott musste der Klub anschließend nicht lange warten.

Getreu dem Sessionsmotto "Mer stelle alles op der Kopp" werden allerdings alle diese offenkundigen Nachteile des Karnevalstrikots auf den Kopf gestellt, wenn es sich ordentlich verkauft - und genau das scheint mal wieder der Fall zu sein. "Der Abverkauf ist in Relation gut", sagt Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle: Man sei schon vor dem ersten Spiel im Trikot "sehr zufrieden" mit den Zahlen gewesen. Und dafür lohnt sich dann wohl jeder Shitstorm.

© 2016 SID

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