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Leipzig greift nach der Herbstmeisterschaft

Fußball Leipzig greift nach der Herbstmeisterschaft

RB Leipzig greift zum ersten Mal in seiner Klubgeschichte nach der Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Bundesliga. Der umstrittene Brauseklub setzte sich am vorletzten Hinrunden-Spieltag 1:0 (0:0) beim Karlsruher SC durch und zog durch den glücklichen Sieg in seiner 50. Zweitligapartie nach Punkten mit Spitzenreiter SC Freiburg gleich (beide 32).

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Quelle: Von Alexander SARTER / PIXATHLON/SID-IMAGES

Karlsruhe. Marcel Sabitzer (70.) erzielte den entscheidenden Treffer für die Sachsen, die als einziger Zweitligist noch kein Auswärtsspiel verloren haben (sechs Siege, drei Remis). Der KSC, der am Ende der vergangenen Saison erst in der Relegation den Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatte, kassierte die erste Heim-Niederlage nach vier Partien ohne Pleite. Die Karlsruher bleiben im Tabellen-Mittelfeld.

"Das war kein gutes Spiel von uns. Aber die Mannschaft hat gekämpft und sich reingebissen", sagte RB-Trainer Ralf Rangnick bei Sky, während ein enttäuschter KSC-Coach Markus Kauczinski erklärte: "Es ist bitter, dass wir nach der Leistung ohne Punkte dastehen".

Das Spiel in Karlsruhe stand unter besonderen Vorzeichen. Die zurückliegende Partie zwischen dem KSC und RB im März (0:0) wurde von Ausschreitungen überschattet. Damals hatten Chaoten unter anderem die Abfahrt des Leipziger Teambusses blockiert und das Auto von Trainer Ralf Rangnick mit Farbbeuteln beworfen. Vor dem Spiel am Montag hatte die Polizei die Begegnung dennoch als unproblematisch eingestuft.

Vor 15.575 Zuschauern im Wildparkstadion waren die Gastgeber in der Anfangsphase das bessere Team. RB hatte zudem Glück, als Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) ein Handspiel von Innenverteidiger Marvin Compper im Strafraum übersah (8.).

Eine Führung für den KSC, deren Trainer Markus Kauczinski nach der Saison aufhört, wäre nach einer halben Stunde verdient gewesen. In den letzten Minuten der ersten Hälfte wurden die Leipziger etwas besser. Rangnick, auf den es die KSC-Fans mit Sprechchören und Transparenten abgesehen hatten, stapfte dennoch sichtbar unzufrieden durch den Karlsruher Regen.

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel vergab der Grieche Dimitris Diamantakos die große Chance auf die Karlsruher Führung. Der Grieche, der zuvor von Compper gefoult worden war, scheiterte mit seinem schwach geschossenen Foulelfmeter an RB-Torwart Fabio Coltorti (57.). Dennoch schien der Treffer für die überlegenen Gastgeber nur eine Frage der Zeit. Doch stattdessen traf Sabitzer auf der Gegenseite, Manuel Torres fälschte den Ball unglücklich ab. In der Nachspielzeit vergab der eingewechselte Erwin Hoffer die große Chance zum Ausgleich (90.+1).

Beste Spieler aufseiten der Karlsruher waren Gaetan Krebs und Manuel Gulde. Bei Leipzig überzeugten Willi Orban und Coltorti.

© 2015 SID

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