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Leverkusens Europa-Tournee sang- und klanglos beendet

Fußball Leverkusens Europa-Tournee sang- und klanglos beendet

Bayer Leverkusen hat sich erneut gegen den FC Villarreal sang- und klanglos aus dem Europacup verabschiedet. Der Werksklub musste sich trotz drückender Überlegenheit im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den Vierten der spanischen Primera Division mit einem 0:0 begnügen.

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Leverkusens Europa-Tournee sang- und klanglos beendet

Quelle: Von Jürgen ZELUSTEK und Ralph DURRY / SID-IMAGES

Leverkusen. Eine Woche zuvor hatte Villarreal durch ein 2:0 die Weichen für den Einzug in die nächste Runde gestellt. Das "gelbe U-Boot" hatte Bayer vor fünf Jahren schon einmal im Achtelfinale ausgeschaltet.

"Wir haben es nicht geschafft, offensiv unsere Chancen zu bekommen. Das war ein schweres Spiel für uns", sagte Karim Bellarabi, der in der Abwehr ausgeholfen hatte, bei Sky. "Das müssen wir jetzt schnellstmöglich verarbeiten."

Leverkusen musste dagegen unter seinem umstrittenen Trainer Roger Schmidt nach dem Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Werder Bremen und dem Absturz auf Platz sieben in der Liga den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Dem Dauergast in der Champions bzw. Europa League droht eine Saison ohne internationale Auftritte.

Vor nur 20.000 Zuschauern agierten die Gastgeber von Beginn an recht gefällig und beschäftigten die gut sortierte Defensive von Villarreal wie geplant, doch ein Durchkommen gegen das Abwehrbollwerk gelang Bayer nur selten. In der 20. Minute verhinderte Ersatztorwart Sergio Asenjo, der den am Knie verletzten Stammkeeper Alphonse Areola hervorragend vertrat, mit einem beherzten Eingreifen gegen Hakan Calhanoglu einen Rückstand seines Teams. Kurz vor dem Pausenpfiff vergab zudem Marlon Frey eine gute Möglichkeit für Bayer.

Aber auch die Gäste hatten im ersten Durchgang eine hervorragende Möglichkeit durch Denis Suarez (34.), der in letzter Sekunde von Kyriakos Papadopoulos gestört wurde. Überwiegend konzentrierten sich die Spanier aber auf die Verteidigung, was auch für die zweite Hälfte ihre Marschroute blieb.

Bayer hatte zwar bei einem Kopfball von Papadopoulos, der in der 79. Minute humpelnd vom Feld musste, in der 54. Minute noch eine gute Gelegenheit, die wurde aber erneut von Asenjo vereitelt. Bayer konnte am Ende nicht mehr zulegen, was natürlich auch der langen Verletztenliste geschuldet war.

Unter anderem musste Schmidt, der am Sonntag in der Bundesliga beim VfB Stuttgart im Kampf um einen Europacupplatz gewinnen muss, auf seinen verletzten Abwehrchef Ömer Toprak, Kevin Kampl, Roberto Hilbert, Kapitän Lars Bender und Torjäger Stefan Kießling verzichten. Zudem fehlte in der Abwehrviererkette der gesperrte Tin Jevaj, für den Nationalspieler Karim Bellarabi auf ungewohnter Position einsprang.

Villarreal hatte durch Roberto Soldado und Cedrick Bakambu, der im Hinspiel beide Treffer erzielt hatte, in der Schlussphase noch gute Chancen.

Beste Akteure bei Bayer waren noch Weltmeister Christoph Kramer und Bellarabi. Bei Villarreal überzeugten vor allem Torwart Asenjo und Pina.

© 2016 SID

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