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Löw streicht Kruse aus Nationalmannschafts-Aufgebot

Fußball Löw streicht Kruse aus Nationalmannschafts-Aufgebot

Bundestrainer Joachim Löw hat auf die jüngsten Eskapaden von Max Kruse reagiert und den Stürmer aus dem Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft für die Länderspiele am Samstag in Berlin gegen England (20.45 Uhr/ZDF) und drei Tage später in München gegen Italien gestrichen.

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Löw streicht Kruse aus Nationalmannschafts-Aufgebot

Quelle: firo Sportphoto/Ralf Ibing / FIRO/SID-IMAGES

Köln. "Schon vergangene Woche habe ich Max Kruse klar gesagt, was ich von ihm erwarte, sowohl auf als auch neben dem Platz. Ich möchte Spieler, die sich auf den Fußball und die EM konzentrieren, auch zwischen den Spielen. Der Vorfall am zurückliegenden Wochenende widerspricht meinen Erwartungen. Max hat sich zum wiederholten Male unprofessionell verhalten. Das akzeptiere ich nicht", sagte Löw.

Die Suspendierung betrifft zunächst die beiden bevorstehenden Länderspiele - doch eine Teilnahme Kruses an der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) scheint ausgeschlossen. "Die Europameisterschaft im Sommer wirft ihre Schatten voraus, dort haben wir mit der Nationalmannschaft große Ziele. Wir brauchen Spieler, die fokussiert und konzentriert und sich auch ihrer Vorbildrolle bewusst sind", sagte Löw.

Kruse hatte sich am Samstagabend in Berlin am Rande der Feier seines 28. Geburtstags eine Auseinandersetzung mit einer Bild-Reporterin geliefert, die Bilder von ihm gemacht hatte. Laut Bild-Zeitung wurde der Angreifer von seinem Verein zum zweiten Mal binnen einer Woche zu einer Geldstrafe verurteilt.

"Natürlich war ich irgendwann genervt und habe dann vielleicht etwas unpassend reagiert", wird Kruse zitiert. Der ehemalige Gladbacher soll der Journalistin das Handy aus der Hand genommen und die betreffenden Bilder gelöscht haben.

Wolfsburgs Manager Klaus Allofs kritisierte das Verhalten des Angreifers energisch. "Wir haben von den Vorkommnissen erfahren, uns mit Max zusammengesetzt und mit ihm nochmal über die Gesamtsituation gesprochen. Dabei haben wir ihm klar gemacht, welches Auftreten wir in der Öffentlichkeit von unseren Spielern erwarten", sagte Allofs.

Der Manager wies gegenüber Bild darauf hin, dass das Problem größer werde, wenn auch die Leistung nicht stimme. Das war bei Kruse am Samstag beim 1:1 gegen Darmstadt 98 erneut der Fall. Der Verein soll laut Bild eine Strafe von 25.000 Euro verhängt haben.

Bereits vor einer Woche war Kruse vom VfL wegen eines nächtlichen Ausflugs nach Berlin und dessen Begleitumständen zu einer saftigen Geldstrafe von 25.000 Euro verdonnert worden. Der 14-malige Nationalspieler soll am 18. Oktober 2015 in den frühen Morgenstunden bei einem Berlin-Besuch 75.000 Euro in einem Taxi liegen gelassen haben.

© 2016 SID

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