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Lohndiskriminierung: Weltmeisterinnen lehnen sich gegen US-Verband auf

Fußball Lohndiskriminierung: Weltmeisterinnen lehnen sich gegen US-Verband auf

Die Fußball-Weltmeisterinnen aus den USA gehen auf Konfrontationskurs zu ihrem Verband. Die fünf Star-Spielerinnen Carli Lloyd, Hope Solo, Alex Morgan, Megan Rapinoe und Becky Sauerbrunn reichten bei der zuständigen Bundesbehörde Beschwerde gegen die Lohndiskriminierung durch den US-Verband im Vergleich zum Männer-Nationalteam ein.

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Lohndiskriminierung: Weltmeisterinnen lehnen sich gegen US-Verband auf

Quelle: RONALD MARTINEZ / GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID-IMAGES

New York. In der Beschwerde argumentieren die fünf Spielerinnen im Namen des Teams, dass die weiblichen Nationalspielerinnen deutlich weniger verdienen als die Männer, obwohl sie sich innerhalb des Verbandes als Zugpferd erachten. Im Frauenfußball sind die USA die erfolgreichste Mannschaft der Welt, gewannen bislang drei WM-Titel und viermal Olympiagold.

Nach Angaben des Anwalts Jeffrey Kessler erhielten die Spielerinnen selbst im Jahre ihres WM-Triumphs im vergangenen Sommer in Kanada nur 40 Prozent der Summe, die an die männlichen Kollegen ausgeschüttet wird. "Die Zahlen sprechen für sich. Wir sind die besten der Welt und das Männer-Team bekommt allein für das Antreten mehr als wir, wenn wir den WM-Titel gewinnen", sagte Torhüterin Hope Solo.

Der Anwalt ergänzte: "Das ist der schwerwiegendste Fall von gesetzeswidriger Diskriminierung von weiblichen Athleten, den ich je gesehen habe." Der Verband reagierte überrascht und ausweichend: "Wir sind enttäuscht über dieses Vorgehen. Wir sind weltweit führend im Frauenfußball und stolz, dass wir uns in den vergangenen 30 Jahren verpflichtet haben, diesen Sport in den USA aufzubauen."

Als Beispiel wurde auch der Verdienst der Spielerinnen und Spieler bei Testspielen aufgeführt. Die Männer erhalten pro Kopf 5000 Dollar für ein verlorenes Länderspiel und bis zu 17.625 Dollar für einen Sieg, die Frauen bekommen 1350 Dollar für einen Sieg, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage gehen sie leer aus.

© 2016 SID

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