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Nach erfolgreicher Aufholjagd: Bayer siegt auf Schalke und kann für Champions League planen

Fußball Nach erfolgreicher Aufholjagd: Bayer siegt auf Schalke und kann für Champions League planen

Mit einer unglaublichen Aufholjagd hat Bayer Leverkusen die vierte Champions-League-Teilnahme in Folge fast schon perfekt gemacht und weitere Unruhe bei Schalke 04 gestiftet.

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Nach erfolgreicher Aufholjagd: Bayer siegt auf Schalke und kann für Champions League planen

Quelle: Von Thomas LIPINSKI und Jürgen ZELUSTEK / FIRO/SID

Gelsenkirchen. Nach ganz schwacher erster Halbzeit und einem 0:2-Rückstand gewann die Werkself noch 3:2 (0:2) bei den Königsblauen und festigte den dritten Tabellenplatz. Der Vorsprung vor dem Vierten Hertha BSC wuchs nach dem sechsten Bundesliga-Sieg in Folge auf fünf Punkte.

Schalke mit dem umstrittenen Trainer André Breitenreiter kann dagegen die Rückkehr in die Königsklasse wohl abschreiben. Nach nur vier Punkten aus den letzten sechs Spielen ist Platz vier drei Runden vor Schluss weiter vier Zähler entfernt, ein erneutes Jahr in der Europa League wird immer wahrscheinlicher.

Eric Maxim Choupo-Moting (14.) und Leroy Sané (30.) brachten die Gastgeber, die in der ersten Hälfte ganz stark aufspielten, mit 2:0 in Führung, dann brachen die Schalker völlig ein. Julian Brandt (54.) und Karim Bellarabi (56.) glichen mit einem Doppelschlag aus. Mit seinem 17. Saisontor sicherte Javier Chicharito Hernandez (60.) Leverkusen den nicht mehr für möglich gehaltenen Dreier.

"Wir wollten es allen zeigen, dass wir in die Champions League wollen. Wir haben in der zweiten Halbzeit eine überragende Leistung gezeigt und verdient gewonnen", sagte der starke Bayer-Keeper Bernd Leno bei Sky: "Dieses Punktepolster wollen wir nicht mehr hergeben."

Breitenreiter stellte nach den Spielen gegen Borussia Dortmund (2:2) und Bayern München (0:3) wieder auf ein offensiveres System um. Jungstar Max Meyer, zuletzt überzählige Offensivkraft, kehrte in die Startelf zurück. Bayer-Trainer Roger Schmidt konnte auf die wieder genesenen Lars Bender und Ömer Toprak zurückgreifen.

Die Königsblauen bekamen gleich die Führung auf dem Silbertablett serviert, nahmen sie aber nicht an. Nach einem Foul von Toprak an Leroy Sané scheiterte Klaas-Jan Huntelaar mit dem Foulelfmeter an Leno (5.). Es war bereits der fünfte verschossene Strafstoß des Niederländers im Schalker Trikot.

Nur neun Minuten später holte Choupo-Moting nach, was Huntelaar versäumt hatte. Nach einem Solo hatte der Kameruner allerdings Glück, dass Toprak seinen Schuss unhaltbar für Leno abfälschte. Für den Bayer-Keeper war es nach 587 Pflichtspielminuten das erste Gegentor - ausgerechnet mit der wieder kompletten Parade-Abwehrreihe. Während Leverkusen sichtlich aus dem Konzept geriet, hätte Choupo-Moting beinahe auf 2:0 erhöht: Nach einer weiteren Einzelaktion des 27-Jährigen blockte Charles Aranguiz in letzter Sekunde den Schuss ab (26.).

Machtlos war die Bayer-Abwehr bei der Koproduktion der Schalker Jungstars Meyer und Sané. Beim sechsten Saisontor des königsblauen Senkrechtstarters verletzte sich auch noch Tin Jedvaj, der nach einem Zusammenprall mit Leno ausgewechselt werden musste.

Nach der Pause bot sich ein völlig anderes Bild: Leverkusen stürmte, Schalke wackelte in der Abwehr, sogar der sonst so starke Torhüter Fährmann patzte. Beim 2:2 lenkte er den Ball ins eigene Tor. Beim dritten Bayer-Treffer ließ sich die Breitenreiter-Elf klassisch auskontern. Zudem hatten die Schalker Glück, dass die Gäste noch dreimal Aluminium trafen: Erst lenkte Fährmann einen Hernandez-Schuss an den Pfosten (51.), dann setzte Aranguiz den Ball zweimal an die Latte (56. und 66.).

© 2016 SID

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