Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Nach neuen Spiegel-Veröffentlichungen: Schweizer Bundesanwaltschaft bestätigt "andauernde Operation"

Fußball Nach neuen Spiegel-Veröffentlichungen: Schweizer Bundesanwaltschaft bestätigt "andauernde Operation"

Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) ermittelt weiter im Skandal um die Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland und hat die zeitnahe Veröffentlichung von Informationen angekündigt.

Voriger Artikel
Mittelhandbruch: Zwei Wochen Pause für Volland
Nächster Artikel
Schweizer Bundesanwaltschaft leitet Strafverfahren gegen Beckenbauer und Co. ein

Nach neuen Spiegel-Veröffentlichungen: Schweizer Bundesanwaltschaft bestätigt "andauernde Operation"

Quelle: PIXATHLON/SID-IMAGES

Zürich. Ein Sprecher bestätigte dem SID "eine andauernde Operation in diesem Kontext" und gab weiter an, dass die BA "aller Voraussicht nach" noch am Donnerstag "weitergehend informieren" werde.

Zuvor hatte Spiegel-Online berichtet, das WM-Organisationsboss Franz Beckenbauer erstmals strafrechtliche Konsequenzen drohen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins hat die BA ein Ermittlungsverfahren gegen Beckenbauer wegen des Verdachts auf Untreue und Geldwäsche eingeleitet. Neben dem ehemaligen Chef des deutschen Organisationskomitees würden in dem Verfahren auch weitere Beschuldigte geführt. Das Beckenbauer-Management wollte den Bericht auf SID-Anfrage nicht kommentieren.

Die BA untersucht seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres den Fall aufgrund eines Rechtshilfeersuchens aus Deutschland. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den ehemaligen Generalsekretär Horst R. Schmidt. Die BA ist zuständig, weil die damaligen finanziellen Transaktionen weitgehend über Schweizer Konten durchgeführt wurden.

Gegen alle drei Ex-Funktionäre, deren Häuser am 3. November 2015 im Zusammenhang mit der weiter ungeklärten Millionen-Zahlung der deutschen WM-Macher an den Weltverband FIFA durchsucht wurden, ermittelt die Justiz wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung rund um die Vergabe des WM-Turniers.

Konkret geht es um 6,7 Millionen Euro, die 2005 vom deutschen WM-Organisationskomitee über die FIFA mutmaßlich an den früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus überwiesen worden sind. Exakt diese Summe war drei Jahre zuvor offenkundig in Form von Vorleistungen von Beckenbauer und Louis-Dreyfus an den früheren FIFA-Skandalfunktionär Mohamed bin Hammam nach Katar geflossen.

Für die Überweisung an die FIFA täuschten die WM-Macher 2005 vorsätzlich einen Anlass (WM-Kulturprogramm) vor. Weil sich die Zahlung durch die Verschleierung für den DFB allerdings später auch steuermindernd auswirkte, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Auf die Frage nach dem Grund für den Geldfluss wird nach wie vor über drei mögliche Antworten spekuliert:

1. Das Geld wurde zum Kauf einer oder mehrerer Stimmen aus Asien benutzt, damit Deutschland den Zuschlag für die WM-Endrunde erhält. Der oder die Empfänger hätten dann allerdings lange auf ihre Gegenleistung warten müssen, da über das Austragungsland schon zwei Jahre zuvor im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA (12:11 gegen Südafrika) abgestimmt wurde.

2. Mit den Millionen wurde der Wahlkampf des damaligen FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter finanziert. Doch auch das wäre rückwirkend gewesen, da Blatter schon kurz vor der Überweisung im Jahr 2002 wiedergewählt wurde.

3. Das Geld war eine Art Provision für Bin Hammam, der mittlerweile lebenslang gesperrt ist. Damit sollte sichergestellt werden, dass das damalige Mitglied der FIFA-Finanzkommission für eine Aufstockung des WM-Zuschusses auf die am Ende gezahlten 170 Millionen Euro Millionen sorgt.

© 2016 SID

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichtenticker
Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr