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Neuer Schwung, aber wieder verloren: Bremen weiter am Tabellenende

Fußball Neuer Schwung, aber wieder verloren: Bremen weiter am Tabellenende

Mutig, kampfstark ? und doch ganz bitter geschlagen: Fünf schwarze Minuten haben Werder Bremen bei der Premiere des Interimstrainers Alexander Nouri um den ersten Saisonsieg gebracht.

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Neuer Schwung, aber wieder verloren: Bremen weiter am Tabellenende

Quelle: Von Peer Lasse KORFF / SID-IMAGES/FIRO

Bremen. Drei Tage nach der Entlassung von Viktor Skripnik verloren die zeitweise wie verwandelt aufspielenden Bremer trotz Führung durch ganz späte Gegentore noch 1:2 (1:0) gegen den FSV Mainz 05. Werder ist weiter Tabellenletzter.

Izet Hajrovic brachte Werder bei seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison per Fernschuss in Führung und belohnte die Hanseaten für einen furiosen Start (12.). Mainz-Verteidiger Gaetan Bussmann hatte sich zuvor in einem Zweikampf mit dem Torschützen verspekuliert. Den späten Ausgleich erzielte Yunus Malli (87.), dann versetzte Pablo De Blasis (90.+2) Werder den Knockout.

Nouri hatte in seiner kurzen Vorbereitungsphase auf das Duell Einzelgespräche gesucht, um seinen Spielern die Verunsicherung zu nehmen. "Ich muss ihr Herz erreichen", hatte der 37-Jährige gesagt - offenbar war ihm dies gelungen.

Werder legte vor 37.108 Zuschauern energisch los und hatte schon in der vierten Spielminute durch Ousman Manneh nach Vorlage von Hajrovic die Chance zur Führung. Doch der Gambier, der 2014 als Flüchtling nach Bremen gekommen war, scheiterte bei seinem Bundesliga-Debüt am gut postierten Mainzer Keeper Jonas Lössl.

Die Bremer, bei denen auch Olympiaheld Serge Gnabry immer wieder das Spiel an sich riss, dominierten. Auch weil sich die 05er zu Beginn der Partie viel zu weit in die Defensive drängen ließen und erst nach dem Rückstand zaghaft erste Offensivbemühungen initiierten.

Während Schmidt mit dem Auftritt seiner Elf bis zum Pausenpfiff haderte, konnte Nouri zufrieden sein. Immer wieder peitschte der nominelle U23-Coach sein Team an und war extrem viel unterwegs an der Seitenlinie - nach dem Geschmack von Schiedsrichter Wolfgang Stark etwas zu viel, er ermahnte Nouri noch im ersten Abschnitt.

Nach dem Wechsel agierte Werder nicht mehr so stürmisch, achtete mehr auf die Balance aus offensiven Akzenten und einer sicheren Defensive. Mainz brauchte bis zur 63. Minute, um zur Ausgleichschance zu kommen - doch die war riesig: Jhon Cordoba scheiterte freistehend am stark reagierenden Jaroslav Drobny im Werder-Tor. Im Gegenzug war auch Hajrovic frei durch, traf aber nur das Bein von Lössl.

Die Bremer wurden nun immer mehr hintenrein gedrängt und kämpften mit Mann und Maus. Vergeblich. Werder hatte in Innenverteidiger Lamine Sané und Hajrovic starke Akteure, bei Mainz konnten Lössl und Leon Balogun überzeugen.

© 2016 SID

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