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Nur eine Halbzeit Knochenarbeit: Lewandowski schießt Bayern ins Halbfinale

Fußball Nur eine Halbzeit Knochenarbeit: Lewandowski schießt Bayern ins Halbfinale

Schwach begonnen, souverän gewonnen: Bayern München träumt nach nur einer Halbzeit Knochenarbeit weiter vom Triple. Der Rekordsieger gewann das DFB-Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten VfL Bochum glanzlos 3:0 (1:0) und erreichte zum siebten Mal in Folge die Runde der letzten Vier.

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Nur eine Halbzeit Knochenarbeit: Lewandowski schießt Bayern ins Halbfinale

Quelle: Von Jörg MEBUS und Thomas NOWAG / FIRO/SID-IMAGES

Bochum. Neben den Torschützen Robert Lewandowski (39./90.) und Thiago (61.) konnten sich die Bayern vor allem beim cleveren Arjen Robben bedanken, der fünf Minuten nach Lewandowskis Führung eine umstrittene Rote Karte gegen seinen Gegenspieler Jan Simunek herausholte und damit quasi das Spiel entschied. In Unterzahl war der VfL chancenlos, obwohl Weltmeister Thomas Müller mit dem fälligen Foulelfmeter an VfL-Schlussmann Manuel Riemann scheiterte (44.).

Der nur eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Simunek hatte Robben, der den Kontakt gesucht hatte, im Strafraum zu Fall gebracht - der Elfmeter war vertretbar, das Urteil "Notbremse" von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) allerdings zu hart. Robben wurde danach von den VfL-Fans bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

"Ich fand, das war eine Schwalbe", meinte VfL-Trainer Gertjan Verbeek bei Sky: "Mit zehn kann man gegen Bayern nicht gewinnen. Wir haben unglaublich hart gearbeitet." Robben verteidigte sich: "Das war der letzte Mann, es war ein klares Foul. So sind die Regeln. Danach war das Spiel entschieden."

Bei Dauerregen und extrem tiefem Rasen hätten sich die Bayern zur Halbzeit über einen Rückstand nicht beklagen dürfen. Bochums Torjäger Simon Terodde hatte für den formstarken Zweitliga-Fünften in der Anfangsphase zweimal die Führung auf dem Fuß. In der achten Minute ließ der Angreifer David Alaba aussteigen und zielte mit seinem Schuss um Zentimeter am langen Pfosten vorbei - Weltmeister Manuel Neuer wäre machtlos gewesen. Zwei Minuten später blockte Holger Badstuber in letzter Sekunde Teroddes Schuss aus kurzer Distanz.

Die Gäste agierten bis dahin zwar erwartet spielbestimmend, blieben aber offensiv harmlos und bissen sich an der gut organisierten Bochumer Defensive die Zähne aus. Angepeitscht von dem Großteil der 28.000 Zuschauer im ausverkaufen Rewirpower-Stadion, schaltete der VfL bei Ballbesitz immer wieder schnell um und spielte selbstbewusst nach vorne.

Doch nach Teroddes Warnschüssen formierte sich auch die Bayern-Abwehr um Badstuber, Joshua Kimmich und Alaba allmählich etwas besser. Auf der Gegenseite lief viel über die rechte Angriffsseite von Robben, dem in der 34. Minute (!) der erste Schuss aufs Bochumer Tor gelang. Fünf Minuten später traf Lewandowski aus spitzem Winkel nach dem ersten guten Bayern-Angriff ins lange Eck.

Guardiola hatte seine Startelf im Vergleich zum 0:0 bei Bayer Leverkusen auf zwei Positionen verändert: Für Arturo Vidal und Kingsley Coman rückten Müller und Thiago in die Anfangsformation. Neuzugang Serdar Tasci gehörte wie angekündigt noch nicht zum Kader.

Nach der Pause bekamen die Münchner in Überzahl noch mehr Spielanteile und spielten den Zweitligisten routiniert aus. Zunächst verfehlte Robben noch freistehend das 2:0 (49.), ehe Thiago mit einem abgefälschten Schuss alles klar machte. Bochum hatte nichts mehr entgegenzusetzen, Bayern verwaltete die Führung souverän. Neuer blieb lange beschäftigungslos.

Neben Robben überzeugte bei den Gästen Lewandowski. Bei den Bochumer ragten Riemann und Tim Hoogland heraus.

© 2016 SID

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