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Platini legt Einspruch ein und führt weiter die UEFA-Geschäfte

Fußball Platini legt Einspruch ein und führt weiter die UEFA-Geschäfte

UEFA-Präsident Michel Platini wird Einspruch gegen sein provisorische 90-Tage-Sperre einlegen und kann sich dabei auf die "volle Unterstützung" der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verlassen.

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Platini legt Einspruch ein und führt weiter die UEFA-Geschäfte

Quelle: NIKOLAY DOYCHINOV / SID-IMAGES/AFP

Nyon. Die UEFA erklärte am Donnerstagabend, sie wolle Platini sogar weiterhin die Amtsgeschäfte überlassen. Sie sehe "zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit" einer Übergabe an den potenziellen Interimspräsidenten Angel Maria Villar Llona. "Der UEFA-Präsident wird alle nötigen Schritte einleiten, um seinen Namen reinzuwaschen", hieß es in einer Stellungnahme.

Platini zeigte sich in einer Mitteilung extrem kämpferisch. "Nichts wird mich dazu bringen, aufzugeben", erklärte er. Er habe zahlreiche Nachrichten von UEFA-Mitgliedern erhalten, die ihn ermutigt hätten, seine Arbeit fortzusetzen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach berichtete bei RTL von einer Telefonkonferenz am Mittag. "Wir wollen uns bereits nächsten Donnerstag in Nyon treffen. Und bis dahin soll Michel Platini Gelegenheit bekommen, Dinge ins Feld zu führen, die ihn entlasten." Die Fälle von Blatter und Platini seien "differenziert zu sehen, weil Blatter von den Schweizer Behörden angeklagt wurde und Platini weiter als Auskunftsperson gilt. Deshalb ist es auch nicht zu verstehen, warum beide gleichzeitig gesperrt werden."

Platini bezeichnete die Entscheidung gegen ihn als eine "Posse". Er weise alle Vorwürfe zurück und erklärte, diese seien "erstaunlich vage" und basierten "auf bloßen Vermutungen". Er weigere sich aber, "zu glauben, dass das eine politische Entscheidung ist, um meine Kandidatur für das FIFA-Präsidentenamt zu zerstören. Ich möchte, dass alle wissen: Mehr als ein Gefühl der Ungerechtigkeit oder der Wunsch nach Rache treibt mich das Gefühl von Trotz an. Ich bin mehr denn je entschlossen, mich vor den zuständigen Justizbehörden zu verteidigen."

Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbands FIFA hatte am Donnerstag ihren eigenen Chef Joseph S. Blatter sowie den UEFA-Boss und den geplanten FIFA-Präsidentschaftskandidaten Platini provisorisch für 90 Tage gesperrt. Während der Suspendierung, die um 45 Tage verlängert werden kann, dürfen beide keinerlei Aktivitäten im Fußball ausüben. "Heute morgen", hatte Platini bizarrerweise unmittelbar vor der Sperre bekannt gegeben, habe er "die Briefe mit der Unterstützung, die ich für meine Kandidatur als FIFA-Präsident benötige, abgeschickt".

 

© 2015 SID

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