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Postbote des Tages: Philipp Lahm (Bayern München)

Fußball Postbote des Tages: Philipp Lahm (Bayern München)

Eigentlich hätte sich Philipp Lahm auch eine blau-gelbe Uniform überstreifen können, schließlich war der Kapitän von Bayern München gegen den FC Ingolstadt (2:0) vor allem als Postbote gefragt.

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Postbote des Tages: Philipp Lahm (Bayern München)

Quelle: CHRISTOF STACHE / SID-IMAGES

München. Trainer Pep Guardiola schickte seinen Spielführer in der 58. Minute mit taktischen Anweisungen los - und Lahm arbeitete artig einen nach dem anderen Adressaten ab. Ob Thomas Müller, Robert Lewandowski oder Javi Martínez - Lahm lieferte zuverlässig und entschied so, von Guardiola angeleitet, das bis dahin zähe Spiel.

Was drauf stand, auf dem von Guardiolas Assistent Domenec Torrent verfassten Briefchen? "Namen. Und in welcher Anordnung wir spielen sollen", verriet Müller. Die wichtigste Änderung: Guardiola stellte seine Viererkette in der Abwehr um und beorderte Lahm ins rechte Mittelfeld. Dort sorgte der 32-Jährige für enormen Schwung. Schon beim 1:0 (65.) war er zur Stelle, doch Torschütze Lewandowski schnappte ihm da noch den Ball weg.

Das 2:0 (75.) ließ sich Lahm aber nicht nehmen - es war das erste Tor des gelernten Außenverteidigers seit 18. Oktober 2014 (6:0 gegen Werder Bremen/Doppelpack). "Der Trainer hat mir mitgeteilt, dass ich ein Tor machen soll - am besten mit links", sagte Lahm im Scherz über Peps Papierchen.

Dass der Coach keine zwei Wochen vor Weihnachten aber überhaupt zum "Wunschzettel" greifen musste, missfiel Lahm sehr. "Das war das erste Mal, dass wir nicht rausgegangen sind und mit Energie Fußball gespielt haben. Es hat ein bisschen was gefehlt", monierte er die kraftlose Vorstellung bis zur Umstellung.

Bereits am Dienstag (20.30 Uhr/ARD und Sky) im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Darmstadt 98 müsse das anders sein. Lahm: "Wir wollen besser spielen, wieder mit mehr Energie und Bereitschaft" - und ohne Zettel.

© 2015 SID

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