Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Randale in St. Etienne: Kroatische Fans sorgen für Skandal

Fußball Randale in St. Etienne: Kroatische Fans sorgen für Skandal

Mario Mandzukic stand mit ausgebreiteten Armen ratlos vor den tobenden kroatischen Fans, zischend flogen ihm die bengalischen Feuer entgegen. Auch sein Kapitän Darijo Srna versuchte vergeblich, die skandalösen Szenen im Block zu unterbinden.

Voriger Artikel
AEK Athen unterstützt Streikaufruf
Nächster Artikel
Rakitic stellt Zusammenhang zwischen Fan-Fehlverhalten und Elfmeterpfiff her

Randale in St. Etienne: Kroatische Fans sorgen für Skandal

Quelle: Von Nicolas REIMER und Alexander SARTER / SID-IMAGES

Saint-Étienne. Trotz einer 2:1-Führung lieferten sich Teile des kroatischen Anhangs wüste Schlägereien auf der Tribüne, ein herbeigeeilter Ordner wurde von einem Feuerwerkskörper getroffen und anscheinend verletzt.

Als Schiedsrichter Mark Clattenburg (England) das Spiel nach vier Minuten wieder fortsetzte, waren die kroatischen Spieler vollkommen aus dem Konzept. Den späten Ausgleich zum 2:2 (1:0) durch einen Handelfmeter von Tomas Necid (90.+3) und das Nachsitzen auf dem Weg ins EM-Achtelfinale haben sie auch dem skandalösen Verhalten ihrer Fans in St. Etienne zu "verdanken". Eine heftige Strafe der UEFA wird folgen. Am Samstag wird der Verband die Ermittlungen aufnehmen.

"Das richtige Wort für diese Leute ist im Fernsehen nicht erlaubt!", sagte der erschütterte Ex-Schalker Ivan Rakitic im ZDF. "Ich möchte mich bei der UEFA und der tschechischen Nationalmannschaft entschuldigen." Dem Schiedsrichter unterstellte er dann aber, er habe sich beeinflussen lassen: "Es ist kein Zufall, dass dann noch ein Elfmeter kommt, um uns einen mitzugeben."

Rakitic hatte nach dem Führungstreffer des früheren Wolfsburgers Ivan Perisic (37.) das 2:0 erzielt (59.), Kroatien schien mit einer grandiosen Leistung zu einem Titelanwärter aufzusteigen, ehe das Spiel kippte. Die lange überforderten Tschechen kamen durch Milan Skoda (76.) heran. In der 85. Minute begann wie aus dem Nichts die Randale im kroatischen Block.

Nach dem Sieg gegen die Türkei zum Auftakt (1:0) hat der WM-Dritte von 1998 dennoch beste Chancen, das Achtelfinale zu erreichen. Die Tschechen, die ihr erstes Spiel 0:1 gegen Spanien verloren hatten, verbesserten ihre Ausgangsposition in der Gruppe C ein klein wenig: Mit einem Sieg gegen die Türkei könnten auch sie noch weiterkommen.

Einen bewegenden Moment gab es im Stade Geoffroy Guichard, als die Nationalhymnen gespielt wurden. Srna weinte hemmungslos, seine Mitspieler nahmen ihn danach in den Arm. Am vergangenen Sonntag war Srnas Vater Uzeir verstorben, der Sohn war daher nach dem Sieg gegen die Türken nach Hause geflogen, auch Nationaltrainer Ante Cacic wohnte dem Begräbnis am Mittwoch bei.

Srna spielte gewohnt solide als rechter Außenverteidiger, er trieb an, munterte auf. Im Mittelpunkt stand auf dem Feld aber eher Luka Modric, der Schütze des Treffers beim 1:0 gegen die Türkei. Während Rakitic eine Art hängende Spitze spielte, ließ sich Modric immer wieder zwischen die beiden Innenverteidiger zurückfallen, um das Spiel seiner Mannschaft von hinten anzukurbeln.

Tschechien musste sich auf Petr Cech verlassen, der beim 0:1 gegen Spanien im ersten Gruppenspiel so prima gehalten hatte - und der Routinier machte seine Sache zu Beginn sehr gut. Nach 75 Sekunden schon wehrte er einen wehrte er einem Kopfball von Mario Mandzukic ab. Dann verpasste Perisic knapp bei einer Hereingabe von Mandzukic (21.), Cech rettete mit dem Fuß bei einem Solo von Rakitic (36.).

Beim Schuss von Perisic war Cech machtlos, er musste vor allem verärgert sein über seine Vorderleute, die den Torschützen nur mit deutlichem Sicherheitsabstand verfolgten. Auch beim Treffer von Rakitic kamen sie nicht in die Zweikämpfe, die sie hätten gewinnen müssen. Vor allem, weil die Kroaten gut kombinierten. Dann fühlten sie sich offensichtlich zu sicher, und die Fans nahmen Einfluss auf das Spiel.

© 2016 SID

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichtenticker
Recken kassieren Niederlage gegen Melsungen

MT Melsungen bleibt der Angstgegner der TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga. Die „Recken“ unterlagen am Sonnabendabend in der Swiss-Life-Hall mit 30:31 (18:15) gegen die Hessen trotz einer überragenden Leistung von Kai Häfner, der elf Tore warf. 

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr