Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Rettig warnt vor Kompetenz-Ausverkauf

Fußball Rettig warnt vor Kompetenz-Ausverkauf

Geschäftsführer Andreas Rettig vom Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli sieht im Ausverkauf von Kompetenz eine größere Gefahr für die Entwicklung deutscher Spitzenvereine als durch Transfers von Topspielern ins Ausland.

Voriger Artikel
PSG nach Trapp-Patzern nur remis gegen Bordeaux
Nächster Artikel
Schock für Gladbach: Stranzl fällt sechs bis acht Wochen aus

Rettig warnt vor Kompetenz-Ausverkauf

Quelle: Patrik STOLLARZ / SID-IMAGES/AFP

Köln. Im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger warnte der 52-Jährige nachdrücklich vor neuen Begehrlichkeiten der internationalen Branchenführer nach Fachpersonal auf der Leitungsebene.

"Personalien wie der Wechsel von Michael Reschke sowie den Fachleuten aus der medizinischen Abteilung von Bayer Leverkusen zum FC Bayern München", machen Rettig "mehr Sorgen als Geld alleine. Wenn am Ende die kapitalkräftigsten Klubs nicht nur die besten Spieler holen können, sondern sich auch der Kompetenz aus den Klubs bedienen, dann wird es problematisch. Dann könnte irgendwann die Premier League mit dem vielen Geld auf die Idee kommen, dass man sich jetzt die Jörg Schamdtkes und Max Eberls dieser Welt aus der Bundesliga holt. Und dann haben wir ein Problem."

Reschke, der in Leverkusen insgesamt 35 Jahre und dabei auch während Rettigs Tätigkeit im Management der Rheinländer zunächst für die Talentsichtung und später für das Kadermanagement des Werksklubs verantwortlich gewesen war, wechselte vor Jahresfrist zur Unterstützung von Münchens Sportvorstand Matthias Sammer als Technischer Direktor zum Rekordmeister. Ebenso wie Reschke in Leverkusen wird auch den Bundesliga-Managern Schmadtke beim 1. FC Köln und Eberl bei Borussia Mönchengladbach gute Arbeit attestiert.

Vor seinem ersten Spiel auf St. Paulis Geschäftsführer-Posten am Montag (20.15/Sport1 und Sky) gegen den MSV Duisburg begründete Rettig seinen Wechsel von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu den Hanseaten außer mit "Jobzufriedenheit" auch mit der Herausforderung für seine Tätigkeit unter nicht alltäglichen Rahmenbedingungen: Man spüre bei St. Paulis Fans "eine Sehnsucht. Nach Wärme, nach Zugehörigkeit", die kein Widerspruch zum immer schnelleren und globalisierteren Profi-Geschäft sei. "Natürlich wollen auch wir den größtmöglichen Erfolg, aber unter Beibehaltung unserer Leitlinien und Ideale, die wir uns selbst gegeben haben. Durch selbst auferlegte Beschränkungen nehmen wir Wettbewerbsnachteile in Kauf, aber es hat ja einen Grund, warum der FC St. Pauli fast 20 Millionen Sympathisanten hat. Der Klub hat eine hohe Glaubwürdigkeit."

? 2015 SID

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichtenticker
TSV Hannover-Burgdorf siegt gegen TuS N-Lübbecke mit 26:24 (8:13)

In einem hochdramatischen Pokalkrimi haben die Handballrecken der TSV Hannover-Burgdorf mit einem 26:24 (8:13)-Sieg gegen Bundesligaaufsteiger TuS N-Lübbecke bei der Final-Four-Vorrunde in Hildesheim das Endspiel erreicht.

Bei SmartBets findest du die besten Wettquoten für Hannover 96.
Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
30. Juli 2017 - Norbert Fettback in Allgemein

Es hätte so ein schöner Tag werden können. Und ein Radrennen, an das man sich später gern erinnert.

mehr