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SZ: Auch FBI untersucht Fußball-WM 2006

Fußball SZ: Auch FBI untersucht Fußball-WM 2006

Nach der Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt nun auch die US-Bundespolizei FBI in der Affäre um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Das erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus dem Weltverband FIFA nahestehenden Quellen.

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SZ: Auch FBI untersucht Fußball-WM 2006

Quelle: O'Brien / PIXATHLON/SID-IMAGES

Köln. Die US-Justiz, die gegen zahlreiche hohe FIFA-Funktionäre Strafverfahren wegen Korruption führt, will demnach wissen, wo die 6,7 Millionen Euro hingeflossen sind, die 2005 vom damaligen WM-Organisationskomitee an den Weltverband überwiesen wurden.

Der im Zuge der WM-Affäre zurückgetretene DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte im Dezember Franz Beckenbauer im Gespräch mit der ermittelnden Kanzlei Freshfields offenbar schwer belastet. Das geht aus Vernehmungsprotokollen hervor, aus denen die Bild-Zeitung zitierte. Demnach sei die dubiose Zahlung inoffiziell an die Finanzkommission des Weltverbandes FIFA geflossen, um damit 2002 die Wiederwahl von Präsident Joseph S. Blatter zu finanzieren.

Die Schweizer Bundesbehörden ermitteln schon länger in dem Fall. Sie haben in der FIFA-Affäre Zugang zu wichtigen Bankdaten, viele Schweizer Konten von verdächtigen Figuren und Firmen wurden bereits eingefroren. Auf SZ-Anfrage teilte die Berner Behörde nun mit, dass sie einem Rechtshilfeersuchen der Frankfurter Staatsanwaltschaft entsprechen will, die sich ebenfalls für die Sommermärchen-Affäre interessiert: "Die Bundesanwaltschaft wird auf das Rechtshilfeersuchen eintreten und es entsprechend bearbeiten." Diese Unterlagen will nun auch die US-Justiz einsehen. Auf der umfangreichen Prioritätenliste des FBI liegt das "Sommermärchen" nach SZ-Informationen inzwischen schon auf Rang drei.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Fall der ominösen Zahlung wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall. Als Beschuldigte führt die Behörde Niersbach, seinen Vorgänger Theo Zwanziger und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt. Die finanziellen Folgen hätte zunächst aber der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wegen seiner falschen Steuererklärung für 2006 zu tragen.

© 2016 SID

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