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Spielabbruch droht beim 2:2 - Kein Sieger in hitzigem Niedersachsen-Derby

Fußball Spielabbruch droht beim 2:2 - Kein Sieger in hitzigem Niedersachsen-Derby

Hitziges Niedersachsen-Derby ohne Sieger: Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig und Bundesliga-Absteiger Hannover 96 haben sich in einer kampfbetonten Partie mit 2:2 (2:1) getrennt, die Gastgeber liegen damit weiterhin fünf Punkte vor dem Erzrivalen.

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Spielabbruch droht beim 2:2 - Kein Sieger in hitzigem Niedersachsen-Derby

Quelle: Von Andreas FRANK / PIXATHLON/SID

Braunschweig. Mit einem sehenswerten Fallrückzieher brachte Routinier Ken Reichel die Gastgeber in der 17. Minute in Führung. In der 36. Minute nutzte Onel Hernandez eine Konfusion in der 96-Hintermannschaft zum 2:0. 120 Sekunden später konnte der Österreicher Martin Harnik mit einem abgefälschten Schuss verkürzen. Für den verdienten Ausgleich sorgte Kenan Karaman (76.) mit einem fulminanten Distanzschuss.

Die Platzherren hatten jedoch Glück, denn die eigenen Fans hätten fast einen Spielabbruch provoziert. Pünktlich zu Beginn der zweiten Halbzeit nebelten sie das mit 23.000 Zuschauern ausverkaufte Eintracht-Stadion mit Pyrotechnik ein. Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) unterbrach daraufhin die Partie für knapp zwei Minuten, Augenzeuge war auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius.

Trotz der großen Rivalität zwischen den beiden Traditionsvereinen blieben die befürchteten Ausschreitungen der beiden Fangruppen zumindest vor der Partie aus. Das Konzept der Sicherheitsbehörden, die beiden Lager beim Anmarsch strikt zu trennen, ging offensichtlich auf.

Vor 23.000 Zuschauern im seit Wochen ausverkauften Stadion an der Hamburger Straße war das Ergebnis leistungsgerecht. Braunschweig wirkte insbesondere in der ersten Halbzeit spielerisch reifer. Erst nach dem 0:2-Rückstand fanden die Gäste besser ins Spiel und entwickelten nach dem Seitenwechsel immer wieder starken Druck.

Die Anreise der Fans zum brisanten Nordderby war weitgehend problemlos verlaufen. Wie die Polizei bestätigte, wurden aus Sicherheitsgründen aber 108 Personen in Langzeitgewahrsam genommen worden. Diese Maßnahme sollte erst gegen 20.00 Uhr enden.

Gegen die zusätzlich gegen weitere Besucher verhängten sogenannten Betretungsverbote hatte sich am Mittag ein Protestzug mit rund 300 Demonstranten formiert. Aber auch von dort wurden keine Zwischenfälle gemeldet.

© 2016 SID

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