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Streit mit Schindelmeiser: Luhukay tritt beim VfB zurück

Fußball Streit mit Schindelmeiser: Luhukay tritt beim VfB zurück

Trainer Jos Luhukay ist bei Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart entnervt vom Streit mit Sportvorstand Jan Schindelmeiser zurückgetreten. Der Niederländer, der erst im Mai beim Bundesliga-Absteiger angetreten war, hat den VfB gebeten, seinen bis 2019 laufenden Vertrag aufzulösen.

Stuttgart. Dies teilte Luhukays Dortmunder Anwalt Markus Buchberger dem SID am Donnerstag mit. Der 53-Jährige werde "keinerlei Abfindung verlangen", hieß es.

Der VfB bestätigte die Trennung nach einigem Zögern am Nachmittag. Als Interimslösung präsentierten die Schwaben Olaf Janßen, bisher als Co-Trainer unter Luhukay tätig. Ihm zur Seite stehen die Ex-VfB-Profis Andreas Hinkel und Heiko Gerber. "Ich kann betonen, dass es eine reine Interimslösung ist", sagte Schindelmeiser in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz: "Ob über ein oder mehrere Spiele, das kann ich ihnen noch nicht sagen."

Luhukay bedauerte die Entwicklung. "Mir fällt dieser Schritt nicht leicht, weil ich in den ersten Wochen meiner Tätigkeit für den VfB Stuttgart bei Fans, Mannschaft und Verantwortlichen das Vertrauen gespürt habe", sagte Luhukay in einer von seinem Anwalt verbreiteten Stellungnahme.

Basis seiner Arbeit sei jedoch "immer eine einheitliche Linie aller sportlich Verantwortlichen bei Zusammenstellung und Führung des sportlichen Bereichs und ein uneingeschränktes Vertrauen der Vereinsverantwortlichen in meine Arbeit" gewesen: "Diese Basis ist beim VfB Stuttgart nicht mehr vorhanden."

Zuvor hatte es öffentliche Auseinandersetzungen zwischen Luhukay und Schindelmeiser gegeben, der Verein stellte sich dabei an die Seite des Managers. "Wir hatten eine Reihe von Gesprächen, in der Hoffnung es hinzubekommen, haben aber festgestellt, das Jos Luhukay andere Vorstellungen hat", sagte Schindelmeiser und betonte darüber hinaus: "Wir sind der festen Überzeugung, dass wir nur erfolgreich arbeiten können, wenn wir alle an einem Strang in eine Richtung ziehen."

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Porth hatte Luhukay gerüffelt. "Ich sehe mit Sorge, dass die Eskalation nach außen getragen wird. Ich sage bewusst: Das gilt besonders für den Trainer", sagte er und ergänzte: "Für den Trainer gilt es, sich auf das zu konzentrieren, wofür wir ihn geholt haben."

Den direkten Wiederaufstieg also, doch den muss nun ein anderer bewerkstelligen. Stuttgart ist mit je zwei Siegen und zwei Niederlagen aus vier Spielen derzeit Tabellen-Neunter.

© 2016 SID

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