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Tumorerkrankung bei Frankfurts Marco Russ festgestellt

Fußball Tumorerkrankung bei Frankfurts Marco Russ festgestellt

Schock für Eintracht Frankfurt: Bei Verteidiger Marco Russ ist über eine positive Dopingprobe eine schwere Tumorerkrankung diagnostiziert worden. Dies teilte der Fußball-Bundesligist, der am Donnerstag (20.30 Uhr/Sky und ARD) im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Nürnberg um den Klassenerhalt kämpft, am späten Mittwochabend mit.

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Tumorerkrankung bei Frankfurts Marco Russ festgestellt

Quelle: PATRIK STOLLARZ / SID-IMAGES/AFP

Frankfurt/Main. "Er wirkte sehr gefasst, und seine Frau kam auch noch hinzu. Marco hat dem Trainer dann im Laufe des Abends mitgeteilt, dass er sich zum Spiel bereit fühlt", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen bei Radio FFH: "Aber ich kann, das können Sie sich doch vorstellen, mich nicht in die Gemütslage eines Menschen hineinfühlen, eines jungen Sportlers , wenn er eine so niederschmetternde Diagnose bekommt."

Der Klub teilte mit, durch die Nationale Anti-Doping-Agengur (NADA) über eine positive Dopingprobe des Spielers in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Bei dem Befund habe es sich um einen auffällig erhöhten Wert des Schwangerschaftshormons HCG gehandelt. "Die NADA hatte darauf hingewiesen, dass der hohe Wert des Wachstumshormons auch ein Hinweis auf eine krankheitsbedingte körpereigene Produktion sein kann und hat gleichzeitig zum Schutz des Spielers eine klinische Untersuchung empfohlen", hieß es in dem Statement weiter.

Der 30-jährige Russ sei daraufhin von einem urologischen Facharzt untersucht worden, der eine "schwere Tumorerkrankung" diagnostiziert habe. "Dieser Befund wurde noch am Abend durch die sofort eingeleitete Blutuntersuchungen von einem biochemischen Institut leider bestätigt", erklärten die Hessen. Russ selbst möchte ungeachtet des Schocks gegen den Club offenbar eingesetzt werden.

?Man wird ja mit vielen Fragen konfrontiert im Laufe eines Fußballdaseins und alles ist neu, und auch das ist ein Sachverhalt, den ich so nicht einschätzen kann und welche Auswirkungen er auf die Mentalität unserer Spieler hat", sagte Bruchhagen: "Aber es wird gespielt, es muss gespielt werden und da kann man einfach nur erwarten, dass sie hochkonzentriert in das Spiel gehen und möglicherweise auch für Marco Russ spielen."

Nach den Vorgaben des Anti-Doping-Gesetzes nahm die Frankfurter Staatsanwaltschaft noch am Mittwoch Ermittlungen auf und durchsuchte das Zimmer des Eintracht-Profis in dem Hotel, in dem die Eintracht vor dem Relegationsspiel übernachtet hat. Zum Zeitpunkt der Durchsuchung habe noch kein ärztliches Gutachten mit der Diagnose vorgelegen, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem SID. "Wir mussten tätig werden", sagte sie. Die Durchsuchung sei völlig unspektakulär verlaufen, Russ habe keinerlei Einwände gehabt.

© 2016 SID

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