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Turbine-Kultcoach Schröder schließt Comeback aus: "45 Jahre reichen"

Fußball Turbine-Kultcoach Schröder schließt Comeback aus: "45 Jahre reichen"

Bernd Schröder hat knapp zwei Wochen vor seinem Abschied als Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam ein mögliches Comeback kategorisch ausgeschlossen.

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Turbine-Kultcoach Schröder schließt Comeback aus: "45 Jahre reichen"

Quelle: firo Sportphoto/Kai Griepenkerl / SID-IMAGES/FIRO

Potsdam. "Es wird keinen Rücktritt vom Rücktritt geben. 45 Jahre reichen", sagte Kultcoach Schröder im kicker und meinte über seinen Abgang: "Da ist Stolz dabei, auch Wehmut. Aber die Welt dreht sich ohne mich weiter. Ich bin vielleicht Turbines Gesicht, aber ich bin nicht Turbine."

Der 73-Jährige hatte mit den "Torbinen" seit 1971 insgesamt 24 Titel geholt - darunter die Champions-League-Krone vor sechs Jahren. Zum letzten Mal wird der 1,95-m-Hüne am 16. Mai im Auswärtsspiel der Brandenburgerinnen bei Absteiger Werder Bremen auf der Trainerbank sitzen.

Abbitte wird Schröder nicht leisten. "Ich habe viele vor den Kopf gestoßen, aber das musste sein. Mir ging es immer um die Sache, nie um Persönliches", meinte "Mister Turbine". Besonders die verbalen Scharmützel mit Manager Siegfried Dietrich vom einstigen Dauerrivalen 1. FFC Frankfurt und Bundestrainerin Silvia Neid bleiben in Erinnerung.

Schröder wird nach seinem Rücktritt erst einmal nicht mehr ins Karl-Liebknecht-Stadion kommen. "Ich habe mir ein Jahr Auszeit verordnet. Auf der Tribüne zu hocken und gefragt zu werden, wie ich dieses oder jenes gemacht hätte, ist nicht mein Ding", sagte der Vollblut-Trainer, der Weltmeisterinnen wie Nadine Angerer und Ariane Hingst formte.

Seinem Sport prophezeit Schröder eine gute, allerdings keine rosige Zukunft. Der Frauenfußball stehe "vernünftig" da, aber die Entwicklung sei "ausgereizt". Die jungen Kollegen von heute beneidet er nicht. "Die Werte gehen in unserer Gesellschaft den Bach runter, die Belastbarkeit der Menschen sinkt", meinte Schröder und führte ein Beispiel an: "Meine Mädels haben Verletzungen, die kannte ich früher gar nicht. Und die, die als Typen herausstechen, fehlen mir heutzutage."

© 2016 SID

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