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Untersuchung: Gewalt im Fußball geht zurück - Lage bleibt angespannt

Fußball Untersuchung: Gewalt im Fußball geht zurück - Lage bleibt angespannt

Die Gewalt im deutschen Fußball ist in der Saison 2014/15 zurückgegangen, die Lage bleibt aber angespannt. Das geht aus dem Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hervor.

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Quelle: SID-IMAGES/PIXATHLON

Duisburg. Demnach sank die Zahl der Verletzten im Vergleich zur vorherigen Spielzeit um 24 Prozent auf 1204. Auch die Zahl der von der Polizei registrierten Straftaten ging um 14 Prozent auf 8329 Strafverfahren zurück.

"Der starke Rückgang bei der Anzahl verletzter Personen ist eine gute Nachricht", sagte ZIS-Leiter Jürgen Lankes. Zugleich warnte er zur Vorsicht bei der Bewertung der statistischen Daten, die Zahlen lägen im langfristigen Vergleich immer noch auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zur Saison 2003/04 registriert die Polizei 2014/15 fast doppelt so viele Straftaten und die dreifache Zahl an verletzten Personen in der Bundesliga und 2. Bundesliga.

Dabei ging die Arbeitsbelastung der Polizei ging in der vergangen Saison leicht zurück. Sie sank in den drei Profiligen um rund acht Prozent, während die Zuschauerzahl um 1,4 Prozent auf 21 Millionen anstieg. "Das bedeutet, dass Polizisten in der vergangenen Saison in den drei Ligen immer noch über 2,2 Millionen Arbeitsstunden bei Fußballeinsätzen geleistet haben", erläuterte Lankes.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) reagierte kritisch auf den Jahresbericht und merkte an, dass "rein rechnerisch über 1700 Polizeibeamte nichts anderes machen, als darauf aufzupassen, dass es beim Fußball friedlich bleibt", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek am Donnerstag in Berlin.

Diese Kräfte würden "jedoch aufgrund der hohen Belastungen durch den Zustrom von Asylbewerbern an anderen Orten dringend benötigt", ergänzte Radek und resümierte: "Die von uns seit Jahren beklagte Personalmisere hat unsere Ressourcen mehr als erschöpft".

Die Einschätzung der einsatzführenden Polizeibehörden hinsichtlich der Anzahl gewaltbereiter Störer in den Fanszenen ist laut ZIS-Bericht nahezu gleich geblieben. 13.455 gewaltbereite beziehungsweise gewaltsuchende Personen meldeten die Behörden für die abgelaufene Saison. Das entspreche den Vorjahreszahlen.

Die Tatorte der von der Polizei registrierten Straftaten lägen weiterhin schwerpunktmäßig im Stadion oder im unmittelbaren Umfeld der Arenen. Rund drei Viertel der Taten geschehen dort. Die Anzahl der bekannt gewordenen Störungen auf Reisewegen ging zurück. Sie sank um 40 Prozent auf 88 Sachverhalte.

? 2015 SID

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