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Vier Tore, schlimme Patzer, kein Derbysieger: HSV und Werder verpassen Befreiungsschlag

Fußball Vier Tore, schlimme Patzer, kein Derbysieger: HSV und Werder verpassen Befreiungsschlag

Kein Befreiungsschlag im spektakulären Nordderby: Der Hamburger SV und Werder Bremen stecken weiter ganz tief in der Krise. Im Duell der ewigen Rivalen trennten sich die beiden Hanseaten 2:2 (2:2).

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Vier Tore, schlimme Patzer, kein Derbysieger: HSV und Werder verpassen Befreiungsschlag

Quelle: Von Kristof STÜHM / PIXATHLON/SID

Hamburg. Michael Gregoritsch (3. und 28.) brachte das Team von Trainer Markus Gisdol zunächst zweimal in Führung, Fin Bartels (14.) und Nationalspieler Serge Gnabry konnten für Werder aber jeweils noch ausgleichen.

Während Werder-Trainer Alexander Nouri immerhin die Negativserie von zuletzt vier Pleiten nacheinander stoppte, bleibt der HSV auch nach dem zwölften Spieltag weiter sieglos. Das Mini-Trainingslager unter der Woche zeigte zwar spielerisch Wirkung, die Hamburger präsentierten sich in der Abwehr genau wie Werder aber wie ein Absteiger und leisteten sich haarsträubende Fehler. Damit gerät auch HSV-Klubchef Dietmar Beiersdorfer, der zuletzt bei der erfolglosen Sportchef-Suche eine mehr als unglückliche Figur abgegeben hat, immer stärker unter Druck.

Vor 55.237 Zuschauern im Volksparkstadion vertraute Gisdol der Elf, die in der Vorwoche bei 1899 Hoffenheim einen Punkt geholt hatte. Nouri nahm hingegen vier Änderungen vor, so stellte er etwa den ehemaligen HSVer Jaroslav Drobny nach dessen ausgeheilter Handverletzung wieder ins Tor, zudem begann Thanos Petsos für den verletzten Florian Grillitsch und Robert Bauer ersetzte Theodor Gebre Selassie - auch Angreifer Claudio Pizarro saß etwas überraschend zunächst nur auf der Bank.

Bei frostigen Temperaturen sahen die Zuschauer kein Abtasten, sondern gleich Vollgas-Fußball. Der HSV erwischte mit dem Treffer von Gregoritsch nach einer herrlich genau getimten Flanke von Lewis Holtby einen Traumstart, allerdings ließ Milos Veljkovic den Hamburger Angreifer auch sträflich allein zum Kopfball hochsteigen.

Werder war allerdings überhaupt nicht geschockt und versuchte über die flinken Außen Gnabry und Bartels Druck aufzubauen, die HSV-Abwehr präsentierte sich dabei auch nicht immer sattelfest. Beim Ausgleich ließ Bartels mit einem Haken dann seinen Bewacher Douglas Santos ins Leere laufen und traf mit links ins kurze Eck.

In der Folge lieferten sich die beiden Nordrivalen weiter einen offenen Schlagabtausch, beide Seiten hatten gute Möglichkeiten. Doch der HSV war zunächst wieder konsequenter. Müller bediente nach einer überragenden Einzelleistung erneut Gregoritsch und der Österreicher musste nur noch einschieben. Doch Gnabry bestrafte die schläfrigen Hamburger und glich kaum bedrängt noch vor der Pause wieder aus.

In der zweiten Hälfte erarbeitete sich Werder auch dank weiterer Unkonzentriertheiten der Rothosen zunächst ein Übergewicht, aber auch die Hausherren spielten natürlich weiter voll auf Sieg. Das Niveau nahm zwar etwas ab, aber die Fans sahen ein packendes und spannendes 105. Nordderby.

Der HSV hatte seine Besten in Müller und Gregoritsch, bei Bremen überzeugten Bartels und Clemens Fritz.

© 2016 SID

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