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WM-Skandal: Verschlüsselte Dateien werfen Fragen auf

Fußball WM-Skandal: Verschlüsselte Dateien werfen Fragen auf

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) droht in der WM-Affäre ein "Erdbeben". Die Süddeutsche Zeitung berichtete am Freitag von verschlüsselten Dateien, mutmaßlich erstellt vom früheren stellvertretenden DFB-Generalsekretär Stefan Hans, die vom Namen her brisanten Inhalt offenbaren könnten.

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WM-Skandal: Verschlüsselte Dateien werfen Fragen auf

Quelle: Daniel ROLAND / SID

Frankfurt/Main. Gespeichert wurden diese im Ordner "Erbeben" am 12. November 2015, kurz nach der Razzia der Staatsanwaltschaft, die erst jetzt Zugriff auf die Dateien bekam.

Eine der Dateien heißt "Komplex Jack Warner", was auch im vom DFB in Auftrag gegebenen Freshfields-Bericht steht. Der Funktionär aus Trinidad und Tobago war eine Schlüsselfigur in zahlreichen Skandalen beim Weltverband FIFA. Im DFB-Skandal spielte ein von Franz Beckenbauer unterschriebener, dubioser Vertrag mit Warner kurz vor der Vergabe der WM 2006 im Jahr 2000 eine entscheidende Rolle.

Laut SZ hat die Staatsanwaltschaft erst seit vergangenen Montag Zugriff auf die Dateien, die vom DFB nicht entschlüsselt werden konnten. "Hätte die Staatsanwaltschaft das gekriegt, wäre es jetzt noch dort", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch der SZ. Die fehlende Akteneinsicht sei der "banale Grund" für das monatelange Zurückhalten der Datei.

Die Behörde teilte dem SID am Freitag mit, für die Warner-Datei habe rechtlich ein "Beschlagnahmeverbot" bestanden, konfiszieren durften die Steuerfahnder das Dokument also ohnehin nicht. "Es wäre zwar grundsätzlich ein an den DFB gerichtetes Ersuchen um eine freiwillige Herausgabe der Datei denkbar gewesen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft: "Dem stand aber zum damaligen Zeitpunkt entgegen, dass der DFB seine ursprüngliche Kooperationsbereitschaft mit den Ermittlungsbehörden ab Anfang 2016 stark eingeschränkt hatte."

Dieser Darstellung widersprach der Verband. "An unserer umfassenden Kooperationsbereitschaft mit den Behörden zur Klärung aller Fragen hat sich nie etwas geändert. Wenn die Staatsanwaltschaft so etwas behauptet, dann soll sie konkret benennen, wo vom DFB nicht kooperiert wurde", teilte Mediendirektor Ralf Köttker am Freitagabend mit.

Die DFB-Führungsspitze hatte immer wieder betont, die Aufarbeitung des Skandals sei aus DFB-Sicht abgeschlossen, nun seien die staatlichen Ermittler an der Reihe. Der DFB teilte der SZ mit, er sei davon ausgegangen, dass der Staatsanwaltschaft die Datei vorgelegen habe, weil den Behörden nach der Razzia weitere Dateien und Unterlagen überlassen worden seien. "Vielleicht hätte man die Datei im März der Staatsanwaltschaft rüberfahren sollen", sagte Koch.

Die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestages, Dagmar Freitag, nahm den DFB in die Pflicht. "All das führt zwangsläufig zu weiteren Fragen", sagte die SPD-Politikerin dem SID: "Die Spitze des DFB sieht sich jetzt mit der Frage konfrontiert, inwieweit tatsächlich alles getan wird, um die damaligen Vorgänge aufzuklären. Glaubwürdigkeit ist untrennbar verbunden mit Transparenz und dem Willen der Kooperation mit Staatsanwaltschaft und Finanzbehörden."

© 2016 SID

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