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"Weiß nicht, was ich unterschreibe": Messis Steuer-Prozess beginnt

Fußball "Weiß nicht, was ich unterschreibe": Messis Steuer-Prozess beginnt

Weltfußballer Lionel Messi (28) ist sich im Wirbel um seine angebliche Steuerhinterziehung keiner Schuld bewusst. Wie die spanische Tageszeitung Periodico am Montag berichtete, soll der argentinische Fußball-Superstar einem Richter gegenüber ausgesagt haben, er lese nie die Verträge, die er unterschreibt.

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"Weiß nicht, was ich unterschreibe": Messis Steuer-Prozess beginnt

Quelle: LLUIS GENE / SID-IMAGES

Barcelona. Ein Tag vor dem Prozessbeginn gegen Messi und seinen Vater veröffentliche El Periodico am Montag Teile von Messi-Aussagen aus dem September 2013. "Ich habe Dinge unterschrieben, aber ich schaue nie auf die Verträge. Ich weiß nicht, was ich unterschreibe", soll Messi damals angeblich ausgesagt haben. Ähnlich hatte sich im Übrigen Franz Beckenbauer im Zuge der Ermittlungen um das deutsche Sommermärchen bei der WM 2006 als damaliger WM-OK-Chef geäußert. Auch er habe viele Verträge quasi "blind" unterschrieben, hatte der Kaiser erklärt.

Messi und sein Vater Jorge Horacio Messi sollen mittels Scheinfirmen in Belize und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen haben. Der spanische Fiskus hat für die beiden Argentinier eine Haftstrafe von je 22,5 Monaten gefordert, eine Gefängnisstrafe ist jedoch unwahrscheinlich.

Laut El Periodico soll der Richter Messi verschiedene von ihm unterzeichnete Sponsorenverträge vorgelegt haben, doch Messi habe sich nicht an sie erinnern können. "Das ist etwas, das mein Vater managt. Und ich vertraue ihm", wurde der fünfmalige Weltfußballer zitiert. Er selbst konzentriere sich aufs Fußballspielen: "Ich mache, was er mir sagt."

Erst im Dezember hatte die spanische Justiz Ermittlungen gegen den Superstar des FC Barcelona wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten bei Wohltätigkeitsspielen in den Jahren 2012 und 2013 eingestellt. Ein Gericht befand, dass Messi den Steuerbehörden keine Einnahmen aus den betroffenen Spielen vorenthalten habe.

© 2016 SID

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