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Wilmots: "Die anderen haben Angst vor uns, aber wir müssen gar nichts"

Fußball Wilmots: "Die anderen haben Angst vor uns, aber wir müssen gar nichts"

Der ehemalige Schalker Bundesliga-Profi und -Trainer, Marc Wilmots, wehrt sich gegen die Rolle des EM-Favoriten für seine belgische Fußball-Nationalmannschaft bei der EURO 2016 in Frankreich.

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Wilmots: "Die anderen haben Angst vor uns, aber wir müssen gar nichts"

Quelle: PIXATHLON/SID

Berlin. "Jeder kommt jetzt und erzählt, was wir müssen. Wissen Sie: Wir müssen gar nichts. Wir sollten sehen, wo wir herkommen", sagte der 46 Jahre alte Coach der Roten Teufel der Welt am Sonntag, "natürlich machen wir alles für den Erfolg. Und natürlich wollen wir den Titel mitnehmen, wenn sich die Chance bietet. Aber ich bin doch nicht so blöd und erkläre meine Mannschaft zum Favoriten. Denn das sind wir nicht".

Belgien ist unter Wilmots zum Weltranglistenersten der FIFA aufgestiegen. Er setzt bei der EM-Endrunde aber auf das Gastgeberland: "Frankreich hat die besten Möglichkeiten, viel mehr Optionen. Wenn bei uns etwas Unvorhergesehenes passiert, sind wir schon nicht mehr die gleichen." Dennoch ist das Selbstvertrauen nach der überzeugenden EM-Qualifikation in Belgien groß: "Die andern Länder werden Angst haben, gegen uns zu spielen."

Wilmots hat die Gründe für den Aufschwung im belgischen Fußball analysiert und macht dies an den Klubs fest: "Sie haben erkannt, dass sie mit Budgets von 30 bis 40 Millionen Euro nicht mithalten können und auf den Nachwuchs gesetzt. Wenn ich einen talentierten Jungen habe, lasse ich ihn nicht warten. Dann werfe ich ihn rein." Ein Beispiel für die gute Nachwuchsschulung ist der Ex-Wolfsburger und 75-Millionen-Mann Kevin De Bruyne (Manchester City). "Meine Spieler sind wie meine Kinder für mich. Diese Harmonie erinnert mich an die Eurofighter-Mannschaft von Schalke 04", meinte Wilmots.

Profitiert habe er in seiner Schalker Zeit von Manager Rudi Assauer und Trainer Huub Stevens. "Ich habe viel von Rudi Assauer gelernt. Sehr viel. Auch von Huub Stevens. Er ist sehr hart, aber er lebt für den Fußball, für den Verein, für die Sache. Da weißt du, was wichtig ist", betonte der einstige Offensivspieler.

© 2015 SID

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