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Blau kommt wieder in Mode

Arminia Hannover im Aufschwung Blau kommt wieder in Mode

Bei Arminia Hannover tut sich was: Der sportlicher Erfolg und die Stadionmodernisierung machen deutlich, dass sich der Verein im Aufschwung befindet.

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Sie sind die Gejagten: Dustin Reinhold (M.) und seine Arminen, hier im Spiel gegen den OSV Hannover, sind in der Landesliga derzeit nur schwer zu stoppen.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. Für die richtige Stimmung sorgen in Bischofshol derzeit die Spieler. Und das gilt nicht nur für das, was sich auf dem Rasen abspielt. Wenn die Landesliga-Fußballer des SV Arminia Hannover am Sonntag (14 Uhr) im heimischen Rudolf-Kalweit-Stadion zum Spitzenspiel den Überraschungszweiten Heeßeler SV empfangen, dann wird beim Warmmachen wieder die Rockhymne „Hells Bells“ von ACDC aus den Lautsprechern erklingen – auf ausdrücklichen Wunsch der Mannschaft des SV Arminia.

Zur richtigen Einstimmung auf die folgenden 90 Minuten hat das Team eigens eine CD gebrannt. Und auch sonst überlassen die „Blauen“ auf dem Weg zurück in die Oberliga nichts dem Zufall. Nach 14 Saisonspielen liest sich die Bilanz der Arminen beeindruckend: zwölf Siege, zwei Unentschieden, keine einzige Niederlage. Folgerichtig ist die Truppe von Trainer Alexander Kiene der Konkurrenz bereits mit sechs Punkten Vorsprung enteilt – und hat sogar noch ein Nachholspiel bei Blau-Weiß Neuhof (15. Dezember) in der Hinterhand, um der Konkurrenz noch weiter davonzuziehen.

Entsprechend selbstbewusst formuliert Klubchef Frank Willig die Zielsetzung für die mit der Partie gegen Heeßel beginnende Rückrunde. „Wir wollen aufsteigen“, sagt er. „Die Oberliga ist zwar sicherlich nicht sehr attraktiv, aber sportlich wäre dieser Schritt für uns sehr wichtig. Denn mittelfristig wollen wir in die Regionalliga zurückkehren.“ Ein bisschen klingt bei diesen forschen Plänen das Selbstverständnis eines Sportvereins mit großer Tradition durch. Immerhin spielten die „Blauen“ von 1976 bis 1980 in der 2. Bundesliga und überflügelten dabei sogar kurzzeitig den großen Nachbarn 96.

Wenn man heute das Vereinsgelände am Bischofsholer Damm betritt, dann fühlt man sich fast zwangsläufig in diese Zeiten zurückversetzt. Das 1918 erbaute Stadion strahlt einen geradezu maroden Charme aus. Der hellgrüne Putz an der Rückseite der 800 Zuschauer fassenden Tribüne hat überall Risse, und auch sonst wird an vielen Stellen deutlich, dass der Klub in finanzieller Hinsicht zuletzt oft ein Grenzgänger war. Zweimal, in den Jahren 1997 und 2007, konnte Arminia den wirtschaftlichen Kollaps gerade noch verhindern. „Inzwischen ist von den Altlasten nichts mehr übrig. Aber man sieht deutlich, dass in der Zeit, in der der Verein klamm war, nichts ins Stadion gesteckt wurde“, sagt Willig.

Doch wer genau hinschaut, der entdeckt auch abseits des sportlichen Geschehens in der Landesliga erste Anzeichen für einen zarten Aufschwung bei den „Blauen“. Die Renovierung des kleinen Kabinentrakts, auf dessen Dach eine Solaranlage installiert wurde, ist fast abgeschlossen. Zudem ist direkt vor der Haupttribüne eine kleine Terrasse samt Durchbruch zur Klubgaststätte entstanden, auf der häufig die ehemaligen Zweitligakicker der Arminen über die aktuellen Leistungen ihrer Nachfolger fachsimpeln. Zwar hat es bis zur Fertigstellung des Projektes, das zum Großteil in Eigenarbeit verwirklicht wurde, insgesamt zweieinhalb Jahre gedauert. Doch diese Zeit nehmen sie sich bei Arminia. Schritt für Schritt will der Klub trotz weiterhin engen Budgets die Voraussetzungen dafür schaffen, in absehbarer Zeit wieder höherklassig zu spielen.

Als Nächstes soll dabei das Stadion mit Flutlicht ausgestattet werden. Nachdem sich Abbau, Transport und Wiederaufbau der Anlage von Concordia Hamburg als zu teuer erwiesen haben, soll es nun ein Neubau werden. Auf 150.000 Euro beziffert der Arminia-Klubchef die Kosten für das ehrgeizige Projekt. Viel Geld für den Traditionsklub. „Aber dann wäre das Stadion auch regionalligatauglich“, sagt Willig.

Auf den Rest der Anlage trifft das jedoch noch lange nicht zu. Außer dem Stadion besitzen die „Blauen“ nur noch einen weiteren Rasenplatz und einen Aschenplatz, auf dem regelmäßig einstige Zweitligaspieler in der „Ü 50“ auf Torejagd gehen. Zu wenig vor dem Hintergrund, dass sich in der noch vor einigen Jahren kaum noch existenten Jugendabteilung mittlerweile wieder 17 Nachwuchsteams tummeln, von denen die 
A- und C-Junioren bereits in der Landesliga, die B-Junioren sogar in der Niedersachsenliga angekommen sind und dort eine sehr gute Rolle spielen. Regelmäßig wird deshalb beim benachbarten Post SV ein weiterer Rasenplatz angemietet.

„Wir sind an einer Grenze angekommen und mussten sogar schon Mannschaften abmelden“, sagt Willig, der daher mit der Stadt über eine Nutzung der nahegelegenen Sportanlage am Robert-Koch-Platz verhandelt. Auch dabei wirft der Klub gerne seine erfolgreiche Vergangenheit in die Waagschale. „Wir spielen zwar nur Amateurfußball, aber Arminia ist vielen Leuten nicht egal“, meint Willig. Als Indiz dafür wertet er den für Landesligaverhältnisse beachtlichen Zuschauerschnitt von 400 Besuchern.
„Man merkt ganz deutlich, dass Arminia noch zieht“, sagt der Klubchef. „Und im Falle des Oberligaaufstiegs hätten wir im Stadtgebiet als klare Nummer 2 hinter 96 sogar ein Alleinstellungsmerkmal.“

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