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Braunschweig stürmt mit 3:1-Sieg gegen 1860 München an Tabellenspitze

2. Fußball-Bundesliga Braunschweig stürmt mit 3:1-Sieg gegen 1860 München an Tabellenspitze

Braunschweig startet mit einem Paukenschlag in die neue Zweitligasaison, dagegen musste Rostock Lehrgeld zahlen. Erleichterung herrschte im Osten: Die befürchteten Fan-Krawalle blieben aus.

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Eintracht Braunschweig hat die Tabellenspitze übernommen.

Quelle: dpa

München. Dramatische Duelle, tolle Tore und friedliche Fans: Der Frühstart der 2. Fußball-Bundesliga hat keine Wünsche offen gelassen. Einen Auftakt nach Maß feierte neben den Erstliga-Absteigern Eintracht Frankfurt und FC St. Pauli auch Eintracht Braunschweig. Der Aufsteiger stürmte am Sonntag mit dem 3:1 über den TSV 1860 München vorübergehend an die Tabellenspitze. Hansa Rostock musste mit der 1:2-Heimpleite gegen den SC Paderborn beim Zweitliga-Comeback dagegen Lehrgeld zahlen. Einen Fehlstart leistete sich auch Aufstiegs-Mitfavorit MSV Duisburg mit dem 2:3 beim Karlsruher SC.

Die Rechnung der Deutsche Fußball-Liga (DFL), der vorgezogene Punktspielstart würde mehr Zuschauer in die Stadien locken, ging auf. Mit rund 120.000 Fans in den acht Spielen erfüllte die Besucherzahl vor dem Abschluss des 1. Spieltags mit dem Rhein-Ruhr-Derby am Montag zwischen Fortuna Düsseldorf und dem VfL Bochum die Erwartungen.

Am „Tag der Offenen Tür“ im Karlsruher Wildpark brachte Kevin Wolze den MSV nach 17 Sekunden mit dem drittschnellsten Tor in der eingleisigen 2. Liga in Führung. Das bessere Ende hatte aber der KSC nach Toren von Alexander Iaschwili, Klemen Lavric und Timo Staffeldt. Im Duell der Altmeister verdarben entfesselte Braunschweiger nach Toren von Kapitän Dennis Kruppke, Nico Zimmermann und Dominick Kumbela die Aufbruchstimmung der Münchner „Löwen“, die nach der Millionen-Rettung durch einen arabischen Investor auf bessere Zeiten hoffen. In Rostock versetzte Paderborns Nick Proschwitz mit dem spätem Siegtor Hansas Aufstiegs-Euphorie einen herben Dämpfer. Das vom 1. FC Nürnberg verpflichtete „Tor-Phantom“ Marek Mintal trat kaum in Erscheinung.

St. Pauli kann auch ohne Millerntor und Kulttrainer Holger Stanislawski gewinnen. Der nach Lübeck „strafversetzte“ Kiezclub beendete mit dem 2:0 am Samstag gegen den FC Ingolstadt dank des Doppelpacks von Fabian Boll die 150-tägige Erfolglosigkeit. „Aber wir haben gesehen, dass die zweite Liga unheimlich schwer wird“, sagte der neue Pauli-Coach André Schubert. Beim FC Erzgebirge Aue herrschte trotz des 1:0 gegen Aachen nicht eitel Sonnenschein. „Wir sind knapp an einer vier bis fünf vorbeigestreift“, stellte Aues Trainer Rico Schmitt seiner Mannschaft ein schlechtes Zeugnis aus.

Eintracht Frankfurt hatte am Freitag mit dem 3:2 nach einem 0:2-Rückstand bei der SpVgg Greuther Fürth seine „Mission Wiederaufstieg“ erfolgreich in Angriff genommen. „Das war der Befreiungsschlag“, stellte Vorstandschef Heribert Bruchhagen erleichtert fest. Saisonübergreifend war es erst der zweite Pflichtspielsieg der Frankfurter in diesem Jahr.

Sein letztes Spiel im Eintracht-Trikot bestritt Verteidiger Marco Russ, der zum VfL Wolfburg in die Bundesliga wechselte. Fürths Trainer Mike Büskens war nach der dramatischen Partie restlos bedient. „Wir hätten der Eintracht richtig weh tun können, haben aber nach dem 2:0 den Sack nicht zugemacht. Es war ein herber Nackenschlag für uns“.

Beim als Hochrisikospiel eingestuften Ostderby am Freitag in Cottbus blieben die befürchten Fan-Randale aus. „Es war ein friedliches und faires Derby“, erklärte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem 2:1-Sieg gegen Aufsteiger Dynamo Dresden: „Insgesamt ist es für die neuen Bundesländer ein gutes Zeichen, dass drumherum alles ruhig war“.

dpa

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