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Umfaller – oder konsequenter Fußballer?

Pro/Contra zu Mats Hummels Umfaller – oder konsequenter Fußballer?

Der Transfer von Mats Hummels zu Bayern München wird immer wahrscheinlicher - auch wenn Borussia Dortmund weiter pokert. Der Wechselwunsch des Weltmeisters spaltet die Fans. Ein Pro und Contra aus unserer Sportredaktion.

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BVB-Profi Mats Hummels.

Quelle: dpa

Dortmund. Nun ist es raus: Fußball-Weltmeister Mats Hummels hat Borussia Dortmund um die Freigabe für einen Wechsel zu Bayern München gebeten. Ihm soll ein Vertrag der Bayern vorliegen. Der BVB informierte seine Aktionäre am Donnerstag per Ad-hoc-Mitteilung über die anstehenden Verhandlungen. Denn noch liege kein Angebot der Münchner für Hummels, dessen Vertrag noch bis 2017 gilt, vor. Ist die Mitteilung an die Aktienbesitzer Teil des Ablösepokers? Nein, sagt Börsenanalyst Alexander Langhorst. „Der Verein musste das machen, weil der Wechsel von Mats Hummels kursrelevant ist.“ 

BVB-Boss Watzke betont: „Mats hat sich absolut sauber und korrekt in der ganzen Angelegenheit verhalten.“ In Fankreisen allerdings dürfte Hummels auf weniger Verständnis stoßen. Schon am Samstag beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg muss sich Hummels wohl auf einen eher unfreundlichen Empfang der Dortmunder Anhänger einstellen. Auf seiner Facebook-Seite wurde Hummels  nach Bekanntgabe seines Wechselwunsches in Kommentaren als „Verräter“ und „Judas“ bezeichnet.

Auch in unserer Sportredaktion wird das Thema heftig diskutiert. Unsere Redakteure Patrick Hoffmann und Sebastian Harfst nehmen Stellung.

Contra: "Schade, dass auch er umfällt"

Was schert mich mein Geschwätz von gestern? 2012 hatte Mats Hummels bekannt: „Mittlerweile bin ich durch und durch Borusse.“ Bayern war ihm „wurscht“. „Die Bindung zum Rekordmeister hatte er „total verloren“. Die Wechsel-Ankündigung seines ehemaligen (und bald wieder?) Teamkollegen Mario Götze zu den Bayern hatte ihn „geärgert“. Jetzt schmeckt dem Weltmeister die Bayern-„Wurscht“ doch wieder. Auch wenn die Bitte um Freigabe bei Borussia Dortmund nach den Aussagen der vergangenen Tage nicht mehr überrascht, zeigt sie doch wieder, wie abgeklärt das Geschäft der Fußballprofis mittlerweile ist. Schade, dass Schwüre auf den Klub nichts mehr wert sind. Und: Wieder schafft es Bayern wohl, dem BVB nach Götze und Robert Lewandowski einen Star abzujagen und den größten Kontrahenten zu schwächen. Der Kampf um die besten Köpfe frisst den sportlichen Wettbewerb. Und der Bundesliga droht die nächste Langweilersaison im Titelrennen. Von Sebastian Harfst

Pro: "Wechsel ist der logische Schritt"

Warum die ganze Aufregung? Der bevorstehende Wechsel von Mats Hummels zum Bundesliga-Konkurrenten FC Bayern München ist doch bloß der nächste logische Schritt auf der Karriereleiter des deutschen Abwehrspielers. Hummels ist 27 Jahre alt, also im besten Fußballeralter. Er ist einer der besten Abwehrspieler Europas, will endlich wieder Titel gewinnen – bei welchem Klub sollte ihm das eher gelingen als beim deutschen Rekordmeister aus München? Die aktuelle Bundesliga-Saison zeigt doch, dass selbst ein BVB in Bestform nicht mit den Bayern mithalten kann. Nun werden Vergleiche mit Mario Götze und Robert Lewandowski gezogen, die es in den vergangenen Jahren ebenfalls vom BVB nach München zog. Dabei ist der Fall Hummels ein ganz anderer! Es gab Angebote aus Spanien und England, doch Hummels möchte lieber zurück zu seiner Familie nach München. Der Wechsel ist somit sportlich und privat begründet. Noch mal: Warum die Aufregung? Von Patrick Hoffmann

 

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