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Die 2. Liga befürchtet Fankrawalle

Saisonstart Die 2. Liga befürchtet Fankrawalle

Die 2. Fußball-Bundesliga startet am Freitag mit drei Partien in die neue Saison. Doch im Fußball-Unterhaus wächst die Angst vor einer unruhigen Spielzeit: Sieben Vereine sind nicht nur für ihre fußballerischen Qualitäten bekannt - sondern auch wegen einiger gewaltbereiter "Fans".

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In der 2. Liga wird es bei vielen Spielen eine hohe Polizeipräsenz geben - denn nicht alle Fans sind so friedlich wie dieser Frankfurter Anhänger.

Quelle: dpa

Hannover. Die 2. Fußball-Bundesliga hatte schon viele Beinamen. „Zweikampfliga“ wurde sie genannt, weil ihre Profis die Grätsche oftmals besser beherrschten als ein feines Zuspiel. Ein Fernsehsender verstieg sich sogar dazu, sie als „beste 2. Liga der Welt“ anzupreisen. Nun droht dem Unterhaus ein weniger schmeichelhaftes Etikett: Die 2. Liga könnte zur „Krawall-Liga“ werden, weil an zahlreichen Spieltagen gewaltbereite Fans gerade aus dem Osten, aber auch aus Norddeutschland und Frankfurt aufeinandertreffen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) spricht von „Risikospielen“. Doch der Verband will keine Panik machen. Deshalb behält er die Anzahl der kritischen Partien in der 2. Liga lieber für sich. „Es wäre unseriös, eine Zahl für die gesamte Saison zu nennen, da wir die Risikospiele erst mit einem Vorlauf von vier Wochen final festlegen“, sagt Sicherheitschef Helmut Spahn. Daher hat der Verband erst einmal nur vier gefährliche Partien benannt, gleich heute zum Saisonauftakt die Partie Energie Cottbus gegen Dynamo Dresden und am Montag dann Fortuna Düsseldorf gegen den VfL Bochum. Aber auch die Fans von Aufsteiger Hansa Rostock sowie der Erstliga-Absteiger FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt stehen nach den Erfahrungen der vergangenen Saison unter Beobachtung.

„Man darf die Bezeichnung ,Risikospiel‘ aber auch nicht überbewerten“, sagt Spahn. Es gehe darum, den Heimvereinen mehr Möglichkeiten und Flexibilität bei den Sicherheitsvorkehrungen einzuräumen. So könnten sie etwa von der Regelung abweichen, zehn Prozent der Stehplatzkarten an die Gästefans abgeben zu müssen. Vor den Risikospielen setzen sich Vereinsvertreter, Mitarbeiter des DFB, der Stadionbetreiber und die Einsatzkräfte zusammen und überlegen, wie sich das Spiel am besten sichern lässt. „Wir werden uns da zu 99 Prozent einig“, sagt Spahn. Allerdings werde jedes Spiel einzeln analysiert. „Ein Alkoholverbot, weniger Stehplätze oder Pufferblöcke müssen nicht in allen Fällen die Patentlösung sein.“

Ohnehin spielt sich ein Gutteil der Auseinandersetzungen nicht auf der Tribüne ab. „Im Stadion haben wir es überwiegend mit Pyrotechnik zu tun, zu Handgreiflichkeiten mit der Polizei oder mit verfeindeten Fangruppierungen kommt es dagegen meist im Umfeld der Stadien und auf den Anreisewegen“, sagt Spahn. Das weiß man auch in München, wo es in Zukunft während des Oktoberfestes keine Risikospiele mehr geben soll – wenn es nach dem neu gegründeten „Münchner Ausschuss für Sport und Sicherheit“ geht.

Anlass für diese Überlegung ist das für das letzte Oktoberwochenende geplante Zweitligaspiel zwischen 1860 München und Dynamo Dresden. Das Polizeipräsidium stuft diese Begegnung sogar als „Hoch-Risikospiel“ ein.

Der 1. Spieltag in der 2. Liga: Cottbus – Dresden, FSV Frankfurt – Union Berlin (beide heute 18 Uhr), Greuther Fürth – Eintracht Frankfurt (heute 20.30 Uhr), St. Pauli – Ingolstadt, Erzgebirge Aue – Alemannia Aachen (beide morgen 13 Uhr), Hansa Rostock – SC Paderborn, Braunschweig – 1860 München, Karlsruher SC – MSV Duisburg (alle Stg.,15.30 Uhr), Düsseldorf – Bochum (Mtg., 20.15 Uhr).

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