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Diskussionen um Dutt-System geht weiter

Leverkusen Diskussionen um Dutt-System geht weiter

Es hat viel Redebedarf nach dem ersten Leverkusener Saisonsieg gegeben. Nur einer schweigt: Michael Ballack. Robin Dutt hat ihm bescheinigt, hart gearbeitet zu haben. Doch die Rollenverteilung zwischen Ballack und Simon Rolfes bleibt final nicht geklärt.

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Die Leverkusener Michael Ballack (l-r) und Simon Rolfes feiern den 1:0-Sieg über Bremen mit ihrem Trainer Robin Dutt.

Leverkusen . Michael Ballack schwieg. Ein knapper Gruß - und schon war der „Capitano“ aus der BayArena verschwunden. Doch die Diskussionen um Ballacks Rolle gingen weiter. Trainer Robin Dutt heizte sie nach dem erlösend-glücklichen 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen weiter an. Wen lässt er bei Bayer Leverkusen spielen? Nur Ballack? Nur den eigentlichen Kapitän Simon Rolfes? Oder gar beide? Dutt zog sich elegant aus der Affäre: „Es ist alles möglich.“

Dabei hatte sich der Jupp-Heynckes-Nachfolger im TV-Sender Sky prinzipiell festgelegt: „Mal spielt Ballack, mal spielt Rolfes. So ist das halt, wenn man bei einem Champions-League-Teilnehmer spielt.“ Punkt, Ende. Gegen Bremen setzte Dutt sein Prinzip um: Ballack durfte vor 30 210 Zuschauern im ausverkauften Stadion zu seinem 250. Erstligaeinsatz als Spielführer von Beginn an ran, agierte höchst unauffällig und wurde in der 83. Minute von Rolfes abgelöst.

Zwei Minuten später lieferte ausgerechnet der ehemalige Aachener die Vorlage zum entscheidenden Treffer durch Michal Kadlec (86. Minute). Und Rolfes, beim 0:2 in Mainz von Dutt unter Protest noch vorzeitig vom Platz geholt, schwärmte urplötzlich von allem, was sich da unterm Bayer-Kreuz tut: „Wir haben nicht nur eine super erste Elf, sondern auch eine fantastische Bank.“ Einzelschicksale seien da „nicht wichtig“.

Dutt war trotz des ersten Saisonerfolgs nach dem Pokal-Aus von Dresden und der Niederlage von Mainz irgendwie angefressen. Eine Journalistenbitte, das Ganze mit Ballack und Rolfes noch einmal zu erläutern, beantwortete der Coach mit eisernem Schweigen. Kurz zuvor hatte sich der 46-Jährige noch lobend über Ballack und Rolfes ausgelassen: „Sie haben ihre Aufgaben gut gemacht. Der eine hat’s vorbereitet, der andere hat’s zu Ende gebracht.“

„Und die hat er auch verdient"

Was genau Ballack, von den Bayer-Fans mit freundlichem Applaus verabschiedet, da vorbereitet hatte, blieb Dutts Geheimnis. Ballack verhielt sich auf dem Rasen eher dezent, moserte ein wenig über den Schiedsrichter, foulte Mehmet Ekici, leistete sich auch mal einen Fehlpass - und bat laut Dutt kurz vor Schluss selbst um die Ablösung:
„Und die hat er auch verdient, weil er sehr hart gearbeitet hat“, meinte der Bayer-Coach.

Und Dutt legte in Sachen Ballack/Rolfes und deren Autorität noch einmal nach. „Ein starker Kapitän lässt sich nicht beeinflussen, ob er draußen sitzt oder drin ist.“ Wer nicht damit umgehen könne, auf der Bank zu sitzen, habe bei Bayer nichts verloren. Bleibt abzuwarten, ob das Hin und Her mit diesem Machtwort beendet sein wird.

Bei Werder herrschte Frust: “Ärgern, ärgern, ärgern“ - der Kommentar von Trainer Thomas Schaaf war unmissverständlich. Stürmer Lennart Thy säbelte den Ball aus vier Metern über das von Erstliga-Neuling Bernd Leno souverän gehütete Bayer-Gehäuse (36.). „Da gibt es keine Ausreden. Das Ding hätte ich reinmachen müssen“, meinte Thy zerknirscht. „Und dann geht hinten so ein Pingpong-Tor rein“, schimpfte der exzellente Werder-Schlussmann Tim Wiese. Aber schließlich sei Leverkusen „ja auch keine Pille-Palle-Truppe. Bayer spielt immerhin Champions League.“

dpa/kas

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