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Ex-FC-Profi führt Wolfsburg zum 3:0-Sieg gegen Köln

Bundesliga Ex-FC-Profi führt Wolfsburg zum 3:0-Sieg gegen Köln

Nach der Pokalschlappe von Leipzig haben sich die Fußballer des VfL Wolfsburg mit dem 3:0 beim 1. FC Köln in der Bundesliga schnell rehabilitiert. Der ehemalige FC-Profi Patrick Helmes sicherte den Erfolg mit zwei Treffern fast im Alleingang.

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Der ehemalige FC-Profi Patrick Helmes sicherte den Erfolg mit zwei Treffern fast im Alleingang.

Quelle: dpa

Köln. Patrick Helmes war Felix Magaths Glücksgriff. Ausgerechnet der ehemalige Kölner Fußballprofi sorgte mit seinem „Doppelpack“ (17./90.+3 Minute) vor 47 000 Zuschauern fast im Alleingang für das 3:0 (1:0) des im Pokal so kläglich gescheiterten VfL Wolfsburg. „Das ist schon mal ein guter Anfang“, kommentierte Helmes den am Ende sicheren Bundesliga-Auftakterfolg des deutschen Meisters von 2009 beim 1. FC Köln, der sich mit dem neuen Trainer Stale Solbakken zeitweise außer Rand und Band präsentierte.

Helmes stand überraschend in der Startformation von Chefcoach Magath. Eigentlich war der Lauterer Neuzugang Srdjan Lakic in der Offensive erwartet worden - doch Wolfsburgs einstiger Meistermacher Magath pokerte und setzte auf die richtige Karte. Einen Stammplatz hat Helmes trotzdem nicht garantiert: „Was ist in unseren Zeiten schon sicher“, meinte Magath vor dem Duell mit seinem ehemaligen Verein Bayern München am kommenden Samstag.

Helmes durfte neben Mario Mandzukic ran und belohnte sich mit dem frühen 1:0. Wolfsburg agierte klar harmonischer als der FC, der letztmals im April 2006 ein Erstliga-Heimspiel gegen die Niedersachsen gewann. In der vergangenen Saison war der FC viertbeste Heimmannschaft, fand aber kaum in die Partie und wurde von den Fans früh ausgepfiffen.

„Das habe ich nicht gehört“, sagte Solbakken, äußerte aber Verständnis für die Pfiffe, die nach dem 0:2 durch den von Wolfsburgs ehemaligem Kapitän Marcel Schäfer direkt verwandelten Eckball (85.) unüberhörbar wurden. Der zuvor schon verwarnte Kölner Milivoje Novakovic sah nach einer Unsportlichkeit Gelb-Rot (80.) - „zu hart“, wie Norweger Solbakken anschließend befand.

Es lief nichts zusammen bei Köln, von Konzeptfußball war nichts zu sehen. „Das ist ordentlich schief gegangen“, meinte Keeper Michael Rensing. Innenverteidiger Kevin Pezzoni beging haarsträubende Fehler - Solbakken wollte den Ersatzmann des verletzt fehlenden Youssef Mohamad aber nicht direkt kritisieren. „Das war kein gutes Spiel von uns - aber das ist mein Fehler, nicht der der Mannschaft“, hielt der neue Mann, der vom FC Kopenhagen kam, in seiner Analyse fest.

Solbakken hat gleich zwei Baustellen: Zunächst enthob er Publikumsliebling Lukas Podolski des Kapitänsamtes, dann präsentierte sich die FC-Elf sehr schwach. Nationalstürmer Podolski sorgte mit einem Freistoß (45.) immerhin erstmals für Gefahr vor dem VfL-Gehäuse. Auf der anderen Seite vergaben die Neu-Wolfsburger Marco Russ und Hasan Salihamidzic das frühe 2:0 (33.).

Solbakken reagierte und wechselte den polnischen Mittelfeldmann Slawomir Peszko für Linksverteidiger Christian Eichner ein. Doch die Maßnahme blieb fruchtlos - im Gegenteil: Nach einem Pezzoni-Blackout hatten Mandzukic und der neue Wolfsburger Spielführer Christian Träsch (54.) binnen Sekunden zwei Großchancen, versagten aber im Abschluss. Peszko (74.) traf nur den Pfosten, Diego Benaglio parierte in der 78. Minute gegen Kölns völlig frei stehenden Torjäger Novakovic. Schäfer, den Magath nach der Pokalpleite als Kapitän abgelöst hatte, und der überragende Helmes sorgten dann für die Entscheidung.

dpa

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