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Hat Guardiola sich gegen München entschieden?

Spekulationen um Abschied Hat Guardiola sich gegen München entschieden?

Oft müssen die Bayern-Stars vor der großen Bescherung nicht mehr schlafen. Verlängert Pep Guardiola den Vertrag oder geht er doch am Saisonende? Die Lösung des Weihnachtsrätsels naht. Die offene Frage lässt viel Raum für Spekulationen, Medien gehen von Abschied aus.

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Gibt er Bayern einen Korb? Pep Guardiola.Foto: dpa

Quelle: Sven Hoppe

München. Plötzlich kommt Bewegung in die spannendste Personalie der Bundesliga. Wochenlang haben die Bosse des FC Bayern auf eine Entscheidung von Pep Guardiola gewartet, ob er nun seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert oder nicht - jetzt ist sie gefallen. Mehr noch: Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Co. kennen sie bereits, der Trainer hat sie ihnen laut Informationen der „Sport Bild“ vergangene Woche mitgeteilt.

Was die Frage aufwirft: Hätte Guardiola seinen Vorgesetzten mitgeteilt, dem Rekordmeister über 2016 hinaus erhalten bleiben zu wollen, warum hat der Klub das dann nicht öffentlichkeitswirksam kundgetan? Zum Beispiel auf der Weihnachtsfeier. Oder vor dem letzten Heimspiel der Saison, dem 1:0 im DFB-Pokal gegen Darmstadt. Die Nachricht hätte Jubelstürme ausgelöst. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Wahrheit eine andere ist.

Schon seit Wochen verdichten sich Indizien, dass der stolze und unnahbare Katalane am Ende der Saison in München einen Schlussstrich zieht und woanders anheuert - die Fußballwelt steht ihm offen, Spuren führen nach England. Und Spuren von Carlo Ancelotti im Gegenzug nach München.

Monatelang hatten sie Guardiola einen verbalen roten Teppich ausgerollt, doch dann überraschte Rummenigge vor drei Wochen mit dem Satz: „Trainer kommen, Trainer gehen.“ Auf der Jahreshauptversammlung fiel der Name Guardiola kein einziges Mal. Der FC Bayern ist es nicht gewohnt, dass man ihn vor vollendete Tatsachen stellt. Wie würde es da wohl aussehen, wenn ihm ausgerechnet der Mann einen Korb gibt, dem sie so viel Einfluss und Macht eingeräumt haben wie keinem seiner Vorgänger, selbst Jürgen Klinsmann nicht. Dem sie auch sein ohnehin fürstliches Gehalt (rund 10 Millionen Euro pro Jahr) noch angehoben hätten.

Bleibt die Frage: Warum sollte Guardiola überhaupt das Weite suchen, wo er doch in München ein Arbeitsparadies hat?

Guardiola, 44 Jahre jung und besser in Form als jeder andere Bundesligatrainer, sieht sich als Projektarbeiter, er ist ein Workaholic. Seine Co-Trainer berichten von nächtlichen Anrufen, in denen er über Taktik reden will, weil ihm gerade ein neuer Spielzug eingefallen sei. Ein Fußball-Besessener, der sich so tief in eine Aufgabe stürzt, dass er danach total ausgepowert ist. Vier Jahre lang hatte Guardiola den FC Barcelona, die beste Mannschaft der Welt, trainiert und sich in der Zeit ein Team geformt, das über Jahre Weltklasse gewesen wäre, mit ihm als Dirigenten. Stattdessen nahm er sich ein Jahr Auszeit. Wie im Sommer 2016?

„Wir warten auf eine Entscheidung und dann schauen wir mal, wie es ausgeht“, sagt Torwart Manuel Neuer. „Ich weiß auch nicht Bescheid“, meint Thomas Müller. „Er wird irgendwann eine Entscheidung treffen und das uns allen mitteilen“, sagt Philipp Lahm.

Auch der Kapitän weiß jetzt: Die Entscheidung ist bereits gefallen. Bleibt nur die Frage, wann der Trainer sie seinen Spielern mitteilt. Und wann sie der FC Bayern öffentlich macht.

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