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Löws EM-Plan: Alle noch besser machen

Maßstab ist Spanien Löws EM-Plan: Alle noch besser machen

In den kommenden zehn Monaten will Bundestrainer Löw das deutsche EM-Team auf Titelniveau bringen. Alle Nationalspieler sollen individuell noch besser werden. Maßstab ist Spanien. Die Zeit ist knapp. Löws Vorteil: Immer mehr junge Talente drängen nach.

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Bundestrainer Joachim Löw hat mit der Nationalmannschaft hohe Ziele.

Quelle: dpa

Stuttgart. Spanien stürzen: Der anspruchsvolle Plan des Bundestrainers steht. Am 8. Juni kommenden Jahres soll eine noch stärkere deutsche Nationalmannschaft in die Fußball-EM starten. Den Weg dahin hat Joachim Löw auch schon klar festgeschrieben. „Wir können als Mannschaft weitere Fortschritte erzielen, wenn wir die individuelle Qualität verbessern, technisch und taktisch“, umriss der 51-Jährige seine Hauptaufgabe für die nächsten zehn Monate. „Unser Ziel ist, bei der EM perfekt zu spielen und jeden Gegner zu schlagen“, erklärte Vizekapitän Bastian Schweinsteiger.

Die vermeintlich lange Phase von zehn Monaten aber täuscht; in der Praxis ist die Zeit knapp, um die deutsche Boygroup auf Titelreife zu trimmen. Nach dem Start in die EM-Saison am Mittwoch in Stuttgart gegen Brasilien bleiben dem Bundestrainer genau noch sieben Spiele und rund 16 Trainingseinheiten. Dabei soll der Abstand zum derzeit noch übermächtig erscheinenden Welt- und Europameister Spanien aufgeholt werden. „Auf Augenhöhe“ mit Xavi, Iniesta & Co. möchte Löw in das EM-Turnier in Polen und der Ukraine starten.

Die Ausgangsposition scheint bestens: „Die Nationalmannschaft hat ihr gutes Niveau von der WM in Südafrika halten können“, sagte Kapitän Philipp Lahm. In der laufenden EM-Qualifikation hat sich das DFB-Team mit sieben Siegen in sieben Spielen keine einzige Schwäche geleistet. Mit dem endgültigen Abschied von Ex-Kapitän Michael Ballack ist ein Konfliktfaktor der vergangenen Monate beseitigt. Und vor allem: Die Auswahl für Löw wird durch immer neue nachrückende Talente wie Mario Götze (19), Ilkay Gündogan (20), Marco Reus (22), Sven Bender (22) und André Schürrle (20), die alle gegen Brasilien im Aufgebot standen, immer größer.

Für die Qualifikation fehlen nur noch zwei Punkte. Löw kann so auch in den drei Punktspielen gegen Österreich (2. September), in der Türkei (7. Oktober) und gegen Belgien (11. Oktober) schon testen und experimentieren. „Wir wollen die Spiele nutzen, um als Mannschaft einen Schritt voranzugehen und einige unserer jungen, hoffnungsvollen Spieler heranzuführen“, betonte EM-Baumeister Löw. „Ich sehe darin einen Vorteil. Wir haben tolle Spiele vor uns, die alle viel mehr als nur Freundschaftsspiel-Charakter haben“, meinte Lahm.

Auf der Warteliste stehen unter anderen Kevin Großkreutz (23), Julian Draxler (17), Lewis Holtby (20) und Sebastian Rudy (21). „Wir werden im nächsten halben Jahr dem einen oder anderen eine Chance geben, um sie auf internationales Niveau zu bringen“, kündigte Löw an. In Freundschaftsspielen tritt die deutsche Elf noch bei den EM-Gastgebern Polen (6. September) und Ukraine (11. November) an. Ein Test gegen die Niederlande (15. November) schließt das Jahr 2011 ab.

Gegen Brasilien stehen acht Münchner und vier Dortmunder im Aufgebot

Danach wird Löw bereits einen Strich ziehen und sein Personal sortieren. Denn im EM-Jahr 2012 werden die Möglichkeiten für ihn noch rarer. Nur ein Länderspiel gegen Frankreich (29. Februar) steht auf dem Programm. Dann können sich die Kandidaten bis zu Löws EM-Nominierung vor dem letzten Bundesliga-Spieltag am 5. Mai nur noch in ihren Vereinen anbieten. Wahrscheinlich zwei weitere Tests der Nationalmannschaft wird es erst in der unmittelbaren EM-Vorbereitung Ende Mai/Anfang Juni geben.

„Wir haben uns in einigen Bereichen verbessert und gesteigert. Und wir haben eine junge Mannschaft, die ihr Potenzial noch nicht ausgereizt hat“, skizzierte Kapitän Lahm die Ausgangsposition für die EM-Saison. Mehr als drei Dutzend Namen hat Löw auf seiner erweiterten Kaderliste stehen. Die Blockbildung im Team - gegen Brasilien waren acht Münchner und vier Dortmunder im Aufgebot - könnte ein Vorteil sein, muss es aber nicht, bemerkte Löw.

Als viel wichtiger sieht der DFB-Chefcoach die einheitliche strategisch-taktische Ausrichtung an. „Der Großteil unserer Mannschaft hat unsere Spielidee, die Philosophie verinnerlicht, so dass es nicht so schwierig ist für Neue, Fuß zu fassen“, betonte Löw.

dpa

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