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Magath tobt nach „Torklau“

Bittere 0:1-Niederlage Magath tobt nach „Torklau“

Ein „geklautes“ Tor ärgerte VfL-Coach Magath bei der Niederlage gegen Bayern. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war der Wolfsburger Trainer hingegen durchaus zufrieden.

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Felix Magath war sauer über die Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Felix Magath schimpfte und tobte wie ein Rumpelstilzchen. Der Jubel über Patrick Helmes’ Treffer war ihm kurz zuvor im Halse steckengeblieben, weil Schiedsrichter Knut Kircher fälschlicherweise auf Abseits entschieden und das reguläre Tor „geklaut“ hatte. Auch nach dem Abpfiff der 0:1-Niederlage gegen Bayern München ärgerte sich der Coach des VfL Wolfsburg noch immer und meckerte über die „schwarzen Schiedsrichter“.

Verstärkt wurde Magaths Ärger sicher durch den späten Treffer von Luiz Gustavo (90.+1). Dessen Tor in der Nachspielzeit passte zum „Bayern-Dusel“, den auch der ehemalige Münchener Hasan Salihamidzic beim Wiedersehen mit seinem Ex-Club beklagte. „Ich ärgere mich unglaublich. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und auch ein reguläres Tor geschossen, aber am Ende sind die Bayern in der Kabine und wissen nicht, wie sie gewonnen haben.“

Die Bayern wussten natürlich auch, dass sie in der 39. Minute Dusel gehabt hatten, als Helmes’ Tor nicht gegeben worden war. Und sie hätten vermutlich ähnlich verärgert wie Magath reagiert. „Wenn vier Mann nicht in der Lage sind, das richtig zu entscheiden, dann wird es Zeit, dass man dazu übergeht, den Fernsehbeweis einzuführen“, sagte Magath zu der Entscheidung, über deren Fehlerhaftigkeit es keine Diskussion gab. Auch der von Magath kritisierte Schiedsrichter Knut Kircher gab unumwunden zu: „Nachdem wir uns die TV-Bilder angesehen haben, gibt es dazu keine zwei Meinungen - es war kein Abseits. Wir haben einen Fehler gemacht.“

Heynckes: „Dass das 1:0 glücklich war, kann ich bestätigen“

Zufrieden war Magath hingegen mit seiner Mannschaft, die mit Leidenschaft spielte und die spielerische Überlegenheit der Bayern mit Zweikampfstärke weitestgehend ausglich. „Wir haben gut mitgehalten und hätten auch als Sieger vom Platz gehen können“, sagte der Coach: „Wenn man bedenkt, dass uns eine katastrophale Schiedsrichterentscheidung so benachteiligt hat, dann brauchen wir auch nicht traurig zu sein.“

Lob erhielten die Wolfsburger auch vom Bayern-Coach. „Sie haben uns in die ein oder andere Verlegenheit gebracht“, kommentierte Jupp Heynckes und fügte an: „Dass das 1:0 glücklich war, kann ich bestätigen.“

Dass die Wolfsburger auch ihren Anteil am Last-Minute-Glück der Bayern hatten, erwähnte der wütende Magath nicht. Das tat allerdings der Kapitän. „Trotz alledem darf man natürlich niemals in der letzten Minute noch so ein Tor kassieren“, sagte Christian Träsch: „Diese Niederlage wäre vermeidbar gewesen.“

Nachsichtiger als der tobende Trainer war übrigens Helmes selber, der am eindeutigsten benachteiligt worden war. „So wie wir Fehler machen, so machen Schiedsrichter auch Fehler“, kommentierte der „beklaute“ VfL-Stürmer: „Wir müssen das hinnehmen.“

dpa

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