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Mats Hummels ist auf dem Sprung in die Stammelf

Fußball-Nationalmannschaft Mats Hummels ist auf dem Sprung in die Stammelf

Zeichen der Zeit: Nach einer starken Saison in Dortmund ist Mats Hummels auch in der Nationalmannschaft auf dem Sprung in die Stammelf. Der Abwehrspieler hat bereits die EM 2012 im Blick.

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Geduldig geht Mats Hummels in Richtung Stammelf.

Quelle: dpa

Vielleicht musste Mats Hummels ein bisschen mehr Geduld aufbringen, als er selbst gedacht hätte. Denn wenn er das alles gelesen hat, was über ihn geschrieben wurde in den vergangenen zwei Jahren, und, noch schlimmer, wenn er das auch geglaubt haben sollte, dann kann ja schon mal die Frage auftauchen, warum es bislang noch nicht geklappt hat mit dem Durchbruch in der deutschen Fußball-Nationalelf. Nach dem Gewinn des Europameistertitels mit der „U 21“ im Jahr 2009 hatten dem Dortmunder viele Fachleute eine große Zukunft in der Mannschaft von Joachim Löw prophezeit, mancher hatte sogar schon mit einer Nominierung für die WM 2010 gerechnet – doch dann entpuppte sich der Bundestrainer als nicht so großer Hummels-Fan wie es sie draußen im Land so viele gibt.

Die Abwehr, das hat sich in den vergangenen Jahren nicht geändert, bleibt die größte Baustelle in der Nationalmannschaft. Doch während die Arbeiten auf den Außenpositionen stocken und das Loch auf der Seite, auf der Philipp Lahm gerade nicht spielt, immer besonders groß ist, sieht Löw in der Innenverteidigung Fortschritte. „Die Situation hat sich wahnsinnig verbessert“, sagt der Bundestrainer vor dem EM-Qualifikationsspiel in Baku gegen Aserbaidschan heute Abend (19 Uhr, live in der ARD). „Da hatte ich vor fünf, sechs Jahren noch größte Bedenken, wenn Spieler ausfielen. Da hatten wir immer auch Notlösungen. Jetzt kommen einige Spieler nach, die die Position etwa so spielen, wie ich es mir vorstelle – wie Hummels und Holger Badstuber. Auch Jerome Boateng hat große Möglichkeiten.“

Gegen Österreich stand Hummels erstmals zu Spielbeginn auf dem Platz

Löw bringt seinen Spielern stets großes Vertrauen entgegen und schätzt es, wenn er auf ein eingespieltes Team setzen kann. Auch das ist ein Grund, warum er einen Profi nicht sofort austauscht, wenn es in der Bundesliga gerade mal nicht nach Wunsch läuft und sich manch einer fragt: Was will der „Jogi“ mit dem? Als Bayern Münchens Badstuber zum Beispiel nach seiner Schambeinentzündung schwächelte, hielt der Bundestrainer trotzdem an ihm fest und ließ ihn in jedem Qualifikationsspiel von Beginn an spielen – sodass der Wechsel für die Partie in Wien gegen Österreich (2:1) am Freitag umso überraschender kam: Badstuber musste auf die Bank, erstmals durfte Hummels in einem Pflichtspiel von Anfang an spielen.

„Viel Selbstvertrauen“, stellt Löw fest, habe Hummels in der Dortmunder Meistersaison gesammelt, außerdem habe der 22-Jährige eine „wahnsinnsgute Entwicklung“ hinter sich. „Bei Luftduellen braucht Mats nicht mal Körperkontakt.“ Geschicktes Zweikampfverhalten und gutes Stellungsspiel, damit hat sich einst auch der derzeit verletzte Per Mertesacker in die Nationalelf gespielt; bis heute gilt der Pattenser als Säule in der deutschen Innenverteidigung. Bei der EM im kommenden Jahr wäre Hummels gerne die zweite Stütze im deutschen Abwehrzentrum. „Das ist sicher schon ein Zeichen, dass ich meine Chance erhalte“, meint der Dortmunder und hofft auf weitere Zeichen des Bundestrainers für die Zukunft. Denn im EM-Sommer 2012, so ehrgeizig darf Hummels auch sein, bringt er nicht ganz so viel Geduld auf. „Ich reise nicht an“, sagt er, „um auf der Bank zu sitzen.“

Stefan Knopf / dpa

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