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Torwartfehler leiten Werder-Niederlage ein

Mainz 04 nun Siebter Torwartfehler leiten Werder-Niederlage ein

Zwei Torhüter standen beim 2:3 von Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05 im Blickpunkt. Werder-Schlussmann Mielitz erwischte dabei nicht seinen besten Tag. Bei den Mainzern war dagegen der 20-jährige Karius ein starker Rückhalt im Tor.

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Bremens Torwart Sebastian Mielitz im Zweikampf mit dem Mainzer Nicolai Müller.

Quelle: dpa

Bremen. Sebastian Mielitz schlich mit hängendem Kopf vom Rasen des Weserstadions, sein junger Torhüterkollege Loris Karius wurde dagegen auf der Gegenseite für eine starke Vorstellung gefeiert. Zwei Torhüter machten beim 2:3 (0:2) zwischen Werder Bremen und dem FSV Mainz 05 zum Abschluss des 13. Bundesliga-Spieltags am Sonntag in einer turbulenten Partie den Unterschied aus. Der in der Vergangenheit schon oft gescholtene Mielitz leitete mit zwei Fehlern die zweite Bremer Heimniederlage der Saison ein. Auf der Gegenseite lieferte der erst 20-jährige Karius, eigentlich nur die Nummer drei hinter dem derzeit verletzten Heinz Müller und dem gesperrten Christian Wetklo, eine starke Vorstellung ab.

Werder rutschte mit weiterhin 15 Punkten auf den zwölften Tabellenplatz ab. Die Bremer gewannen damit nur eines ihrer letzten sieben Spiele. Mainz bestätigte dagegen mit dem dritten Sieg aus den letzten vier Spielen seinen Aufwärtstrend und ist nun schon wieder Siebter.
Ein tieftrauriger Mielitz räumte nach dem Spiel unumwunden seine Fehler ein. „Das war spielentscheidend. Ich muss mich bei Fans und Mitspielern entschuldigen. Das war nicht gut von mir“, sagte der Keeper. Kollege Clemens Fritz äußerte sich moderater: „Sicherlich hat er sich in den Situationen etwas verschätzt. Wir stehen aber als Mannschaft voll hinter ihm.“

In der Tat durften sich die Mainzer bei ihren ersten beiden Toren von Nicolai Müller (7.) und Shinji Okazaki (17.) vor 38.000 Zuschauern über Bremer Geschenke von Mielitz freuen. Zunächst unterlief dem Keeper bei einem langen Ball von Sebastian Polter ein Stellungsfehler, den Müller mit einem Heber aus 25 Metern eiskalt ausnutzte. Kurz darauf verschätzte sich Mielitz bei einer Bogenlampe von Zdenek Pospech. Der Ball fiel auf die Latte, den Abpraller verwerte der sträflich allein gelassene Okazaki aus kurzer Entfernung. Im zweiten Durchgang sorgte der Japaner auch für die Vorentscheidung (70.). Die Bremer Tore durch Eljero Elia (85.) und Franco Di Santo (90.) kamen zu spät.

So durfte sich der junge Karius feiern lassen. „Ich freue mich, dass er so gut gehalten hat. Das war aber insgesamt eine tolle Leistung. Mit 19 Punkten stehen wir jetzt gut da“, sagte FSV-Präsident Harald Strutz.

Die Mainzer zeigten sich in der Anfangsphase hellwach und bestraften die Bremer Unzulänglichkeiten in der Defensive. Dabei waren es nicht nur die Unsicherheiten von Mielitz, auch in der Abwehrkette fehlte die Abstimmung, so dass die Gäste mit schnell vorgetragenen Kontern immer wieder gefährlich wurden. Dabei machte sich die Rückkehr von Müller ins Team bezahlt. Der 26-Jährige, der zuletzt wegen einer hartnäckigen Verletzung am Sprunggelenk pausiert hatte, kam zu seinem siebten Saisontor und war stets gefährlich.

Aber auch die Bremer hatten ihre Chancen: Im ersten Durchgang vergab Assani Lukimya die beste Möglichkeit, als er den Ball per Kopf an den Pfosten setzte (22.). In dieser Situation wäre Karius ebenso machtlos gewesen wie eine Minute später bei einer Chance von Davie Selke. Nur um Zentimeter strich der Kopfball des 18-Jährigen am Tor vorbei. Selke stand in seinem dritten Bundesligaspiel erstmals in der Startelf.

Angesichts der 2:0-Führung zogen sich die Mainzer in der zweiten Halbzeit weiter zurück und überließen Werder die Initiative. Dabei hatte Di Santo bei einem Kopfball Pech, als Karius stark parierte (51.). Der Youngster im Mainzer Tor rückte immer mehr in den Blickpunkt, lieferte aber - anders als sein Gegenüber - eine fehlerlose Vorstellung ab. So war er auch zur Stelle, als Aaron Hunt alleine auf ihn zulief (66.). Eine Minute später entschärfte er einen Schuss von Elia. Besser machten es die Mainzer, die einen Konter durch Okazaki abschlossen und für die Vorentscheidung sorgten. In der Schlussphase machte es Werder durch Elia und Di Santo noch einmal spannend.

Hinrunde für Felix Kroos beendet

Für Werder Bremens Felix Kroos ist die Hinrunde in der Fußball-Bundesliga vorzeitig beendet. Der Mittelfeldspieler zog sich beim 2:3 am Sonntag gegen Mainz 05 einen Innenbandriss im Knie zu. „In dieser Saison kommt wirklich alles zusammen“, kommentierte Werder-Coach Robin Dutt nach dem Spiel die Verletzung von Kroos. In Nils Petersen (ebenfalls Innenbandriss im Knie), Zlatko Junuzovic (Haarriss im Knie) und Sebastian Prödl (Oberschenkelverletzung) fehlen Werder derzeit weitere Leistungsträger.

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