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OSV und Arminia Hannover sehen sich nach 30 Jahren wieder

Landesliga OSV und Arminia Hannover sehen sich nach 30 Jahren wieder

Wiedersehen der alten Zweitligarivalen: Mit dem OSV und Arminia treffen zwei einstige hannoversche Topklubs nach 30 Jahren erneut aufeinander – in der Landesliga.

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Emotionaler Klassiker: Die Duelle zwischen dem OSV und dem SV Arminia gehörten in den siebziger und achtziger Jahren zu den herausragenden Sportereignissen in Hannover.

Quelle: Archiv

Hannover. Gerne wird Peter Rühmkorb nicht an die Saison 1981/1982 erinnert. Und das nicht nur wegen der Tatsache, dass er damals als Spieler mit dem OSV Hannover die beiden Derbys der Fußball-Oberliga gegen Arminia Hannover mit 2:4 und 0:3 verloren hat. „Das war einfach ein ganz bitteres Jahr“, sagt Rühmkorb, der damals parallel zum Fußball sein Lehramts-Referendariat in Lüneburg absolvierte. „Wir sind sang- und klanglos abgestiegen – das war der einzige Abstieg meiner Karriere.“ 30 Jahre liegt das inzwischen zurück – genauso lange wie die letzten Punktspiele zwischen dem OSV und Arminia. Doch am Sonntag (18 Uhr) gibt es endlich ein Wiedersehen der beiden alten Rivalen, die sich nun einige Klassen tiefer in der Landesliga wiedertreffen. Und Rühmkorb ist dabei erneut dabei: Er gibt sein Debüt als OSV-Trainer.

An das, was sich in den vergangenen drei Jahrzehnten sportlich abspielte, daran denken speziell die Freunde des Oststädter Sportvereins nicht allzu gerne zurück. Noch in der Saison 1979/1980 spielte der OSV auf Augenhöhe mit Arminia sowie Hannover 96 in der 2. Liga – und gewann beide Derbys gegen die „Blauen“ (4:2 und 3:1). Doch es folgte ein von finanziellen Turbulenzen begleiteter steiler Absturz, der 2002 mit dem Abstieg in die Kreisliga seinen Tiefpunkt erreichte. Ganz so schlimm erwischte es die Arminen zwar nicht, die sich zumindest noch einige Jahre in Sichtweite von 96 halten konnten. Doch davon, um die Rolle der Nummer 2 in der Region hinter den „Roten“ zu kämpfen, sind beide Klubs derzeit weit entfernt.
Trotzdem hat das erneute Duell der beiden Traditionsklubs einen besonderen Reiz.

Und dass es dazu gleich am 1. Spieltag der neuen Saison kommt, daran soll dem Vernehmen nach speziell der OSV ein besonderes Interesse gehabt haben. Wieder um Punkte gegen den alten Rivalen aus Bischofshol zu spielen, gilt bei den Oststädtern als eine Art Signal für die Rückkehr in den Kreis der hannoverschen Spitzenteams. Selbst wenn sich Rühmkorb beeilt, die Rollenverteilung bei der Derby-Neuauflage klarzustellen. „Vor zwei Monaten haben die beiden Mannschaften noch zwei Klassen auseinander gespielt“, sagt der 62-Jährige, der beim Aufsteiger vor eineinhalb Monaten die Nachfolge des zu Wacker Nordhausen gewechselten Jörg Goslar übernommen hat. „Insofern ist die Favoritenrolle klar vergeben.“

Alleine steht Rühmkorb mit dieser Einschätzung nicht. Denn wenn man in diesen Tagen irgendeinen Landesligatrainer nach dem Favoriten für das Erreichen des Aufstiegsplatzes in die Oberliga fragt, dann fällt regelmäßig der Name von Arminia. „Die anderen machen es sich damit leicht“, meint Bernd Krajewski. Der Coach der „Blauen“ gibt als Ziel selbst etwas zurückhaltender einen Platz „irgendwo zwischen Platz 1 und 3“ aus. Doch trotz der 1:3-Niederlage in der 1. Pokalrunde gegen den Bezirksligisten HSC Hannover wird sein Team – nicht zuletzt wegen des Finaleinzugs beim Porta-Pokal in Ramlingen und namhafter Neuzugänge wie Deniz Tayar (vom TSV Havelse) oder Ertan Ametowski (SC Langenhagen) – wohl kaum aus der Rolle des Titelfavoriten Nummer 1 herauskommen.

Beim alten Rivalen aus der Oststadt sind die Ambitionen bei Weitem nicht so hoch. Sagt zumindest Rühmkorb. „Für uns als Aufsteiger kann das Ziel doch nur der Klassenerhalt sein“, erklärt der neue Coach des OSV, in dessen 22er-Kader neben Torjäger Nikolaos Zervas (zuletzt 28 Treffer) nur noch acht weitere Spieler aus der Meistermannschaft der vergangenen Saison stehen. Etwas forscher äußert sich bisweilen Wolfgang Kirchner, der Sportchef und starke Mann an der Carl-Loges-Straße. Er liebäugelt schon ein wenig mit der zeitnahen Rückkehr in die Oberliga. Damit wird es in dieser Saison wohl noch nichts werden. Aber mit einem Auftaktsieg gegen den alten Zweitligarivalen am Sonntag könnten sie beim OSV sicherlich schon einmal gut leben.

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