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Patzer von Neuer bringt Bayern Niederlage gegen Gladbach

Schlechter Bundesligastart Patzer von Neuer bringt Bayern Niederlage gegen Gladbach

Nach 16 Jahren hat Bayern München erstmals wieder zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach verloren und einen bitteren Start in die Bundesliga-Saison erlebt. Der entscheidende Fehler unterlief ausgerechnet Nationaltorhüter Manuel Neuer.

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Der entscheidende Fehler unterlief ausgerechnet Nationaltorhüter Manuel Neuer.

Quelle: dpa

München. Schock für den FC Bayern: Ein grober Patzer von Nationaltorhüter Manuel Neuer hat dem Fußball-Rekordmeister einen bitteren Saison-Fehlstart beschert. Nach dem 0:1 (0:0) im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach müssen die hoch gewetteten Münchener dem furios gestarteten deutschen Meister Borussia Dortmund gleich zu Saisonbeginn wieder hinterherlaufen.

Matchwinner für die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste war Igor de Camargo, der in der 62. Minute nach einem langen Pass von Roel Brouwers mit dem Kopf vor Neuer am Ball war. Der Keeper hatte sich beim Herauslaufen böse verschätzt. „Das war mein Fehler. Es war keine leichte Situation, es war ein schwieriger Ball“, gestand der Neuzugang, der noch vor der Partie als „Fußballer des Jahres“ ausgezeichnet worden war.

Beim erst zweiten Sieg in München war auf Gladbacher Seite indes der 19-jährige Torwart Marc-André ter Stegen der entscheidende Rückhalt. Zuletzt war den Borussen im Oktober 1995 ein solcher Coup in München gelungen.

„Ich bin sauer. Alle guten Vorsätze sind wieder beim Teufel“, ärgerte sich Nationalspieler Thomas Müller nach der ersten Auftaktniederlage der Bayern in der Bundesliga seit 2001. „Der Gegner macht aus dem Nichts ein Tor. Das ist unser Problem.“ Gladbachs Trainer Lucien Favre konnte sein Glück kaum fassen: „Wir haben die ganze Woche hart gearbeitet, um den Spielern das Vertrauen zu geben.“ Sie hätten das „Glück provoziert“, gestand der Schweizer.

Beinahe 90 Minuten berannten die Bayern vor 69.000 Zuschauern, unter ihnen Bundestrainer Joachim Löw, in der ausverkauften Allianz Arena das Tor der Gladbacher. Doch zumeist agierten sie zu kopflos - oder hatten Pech.

So traf Mario Gomez, Bundesliga-Torschützenkönig der Vorsaison, in der 54. Minute per Kopf nur den Pfosten. In der 77. Minute wurde den Münchnern ein Treffer von Müller fälschlicherweise wegen angeblicher Abseitsposition nicht anerkannt. „Es war alles gut anzuschauen, aber nicht zwingend genug“, stellte Trainer Jupp Heynckes fest.

Von Beginn an ging es nur in Richtung Gladbacher Tor. Die Bayern waren optisch klar überlegen, doch es fehlten die zwingenden Aktionen. Die Gäste standen mit zehn Spielern kompakt um den eigenen Strafraum herum und machten die Räume eng. Immerhin stand auch die umformierte Bayern-Deckung mit ihrem neuen Abwehrchef Boateng lange sicher. So war angesichts der starken Abwehrreihen die Partie über 40 Minuten ein Spiel ohne Chancen. Die Gäste warteten auf den Lucky Punch.

Nach dem Wechsel erhöhten die Gastgeber den Druck. Trainer Jupp Heynckes brachte nach einer Stunde für den wirkungslosen Toni Kroos zudem noch Franck Ribery. Ausgerechnet kurz danach fiel der Treffer für die in der vergangenen Saison lange abstiegsgefährdeten Borussen wie aus dem Nichts. Die Bayern rannten wütend an. Doch Gladbachs Torwart-Talent ter Stegen ließ sich nicht mehr überwinden.

dpa

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