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Mertesacker beendet Karriere in Nationalelf

Der nächste Rücktritt Mertesacker beendet Karriere in Nationalelf

Nach Philipp Lahm und Miroslav Klose tritt in Per Mertesacker der dritte Weltmeister aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Das erklärte der 29 Jahre alte Innenverteidiger des FC Arsenal am Freitag.

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Quelle: dpa

München. Per Mertesacker tritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Diese sachliche Meldung am gestrigen Freitag war keine große Überraschung mehr, anderswo in Deutschland wird sie vermutlich interessiert, aber ohne große Emotionen zur Kenntnis genommen werden, auch wenn 29 Jahre für einen Rücktritt von der großen Bühne eigentlich ja noch kein Alter ist.

In der Region Hannover aber, dort, wo bei seinen 104 Länderspielen immer ein wenig genauer auf Mertesacker geschaut wurde, bewegt die Rücktrittsmeldung aus London die Fußballfans. Denn eines darf man getrost behaupten: Einen Nationalspieler aus Pattensen, der in seinem letzten Spiel den Weltmeistertitel gewinnt, wird es die nächsten 100 Jahre nicht mehr geben.

Nach Philipp Lahm und Miroslav Klose ist Mertesacker der dritte Spieler aus der Weltmeistermannschaft, der seinen Rücktritt erklärt. Einen Monat hat er sich nach dem Turnier in Brasilien Zeit gelassen, die Entscheidung zu verkünden, die bei der Familie in Pattensen schon länger bekannt war.

Nach dem Ende seiner Nationalmannschaftskarriere: Wir blicken auf die bisherigen Stationen von Per Mertesackers Profi-Laufbahn zurück.

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Mertesacker nennt zwei Gründe für seinen Rücktritt, die sehr unterschiedlich sind. Die WM in Brasilien sei ein „goldener Abschluss“ seiner Karriere in der Nationalmannschaft gewesen, sagte er. Was soll nach dem WM-Titel noch kommen? Ein zweiter WM-Titel in vier Jahren in Russland? Mertesacker wäre dann 33, für einen Abwehrspieler auf dem Niveau zu alt, das kann er realistisch einschätzen, und das führt schnurstracks zum zweiten Grund. „In erster Linie ging es für mich darum, nach zehn Jahren in der Nationalmannschaft das Ende dieses Kapitels selbst zu bestimmen“, sagte er.

Mertesacker ist klug genug, um zu wissen, dass die Zukunft in der Innenverteidigung der Nationalelf den jüngeren, schnelleren und athletischeren Mats Hummels und Jérôme Boateng und vielleicht bald wieder Holger Badstuber gehört. Im Grunde hatte diese Zukunft bereits in Brasilien begonnen, als die Stammkraft Mertesacker im Viertelfinale gegen Frankreich (1:0) plötzlich auf der Ersatzbank saß. Im Finale gegen Argentinien (1:0) wurde er nur noch in der Nachspielzeit eingewechselt.

Mertesacker will mit seinem Rücktritt verhindern, dass seine Karriere in der Nationalelf als Ersatzspieler endet. Man darf ihm zu diesem Entschluss gratulieren. Der frühere 96-Profi hat es verdient, dass das letzte Bild von ihm das mit dem WM-Pokal in den Händen ist – und nicht das, auf dem er in einer Trainingsjacke auf der Ersatzbank sitzt.

Es ist nicht so, dass Mertesacker nichts mehr vorhat im Fußball: „Ich will mit dem FC Arsenal Meister werden, eventuell auch in der Champions League angreifen“, sagte er. Arsène Wenger, der Arsenal-Trainer, hat ihn gerade zum Vizekapitän gemacht, was die Wertschätzung des Deutschen in London unterstreicht.

Mertesackers Karriere ist ohnehin ein kleines Wunder. Wer ihn in der A-Jugend von 96 gesehen hat und behauptet hätte, dieser ungelenke Lulatsch würde mehr als 100 Länderspiele bestreiten, wäre ausgelacht worden. „Ich finde schon, dass ich sehr, sehr stolz auf diese Zeit sein kann“, hat Mertesacker während der WM vor seinem 100. Länderspiel gegen Ghana gesagt. Stolz – das darf er sein. Auf sich. Und Pattensen auf ihn.

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