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Proteste gegen Joseph Blatter bei FIFA-Kongress

Präsidentenwahl Proteste gegen Joseph Blatter bei FIFA-Kongress

Vor der Präsidentenwahl auf dem FIFA-Kongress in Zürich hat etwa ein Dutzend Menschen gegen den Fußball-Weltverband und Amtsinhaber Joseph Blatter demonstriert. Vor dem Hallenstadion von Zürich hielt die kleine Gruppe am Mittwoch im strömenden Regen Plakate in die Höhe mit der Aufschrift "Play fair FIFA" oder "Rote Karte für die FIFA".

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"Wir alle fahren auf diesem Schiff namens FIFA in bewegten Wassern, um nicht zu sagen turbulenten Gewässern, aber wir sind auf gutem Kurs", erklärte FIFA-Präsident Joseph Blatter auf dem FIFA-Kongress in Zürich.

Quelle: dpa

Amtsinhaber Joseph Blatter bat vor der Präsidentenwahl die Delegierten der 208 Mitgliedsverbände um Unterstützung bei der Reform des krisengeschüttelten Fußball-Weltverbandes. "Wir alle fahren auf diesem Schiff namens FIFA in bewegten Wassern, um nicht zu sagen turbulenten Gewässern, aber wir sind auf gutem Kurs. Und ich als Kapitän dieses Schiffs trage die Verantwortung. Das kann ich aber nur tun, wenn Sie mir dabei helfen", sagte der 75-Jährige in seiner Begrüßungsrede im Hallenstadion zu den Delegierten der 208 Mitgliedsverbände, die allesamt anwesend waren.

Mit Blick auf die Korruptionsvorwürfe und die schwerste Krise in der 107-jährigen Geschichte der FIFA sagte Blatter: "Wir werden unsere Kontroll- und Managementinstrumente verbessern. Entweder neue schaffen oder solche, die es bereits gibt, stärken." Mit Spannung erwartet wurde Blatters Grundsatzrede am späten Vormittag.

Vor dem Gebäude hatten zuvor etwa ein Dutzend Menschen gegen die FIFA und Blatter demonstriert. Die kleine Gruppe hielt im strömenden Regen Plakate in die Höhe mit der Aufschrift "Play fair FIFA" oder "Rote Karte für die FIFA". Auf einem kleinen Plakat stand: "Sepp verpiss dich, keiner vermisst dich."

Der Verband steckt wegen Korruptionsvorwürfen gegen Spitzenfunktionäre in der Krise. Der seit 1998 amtierende Blatter will sich für eine vierte Amtszeit wählen lassen. Kurz vor der Abstimmung hatte sich DFB-Chef Theo Zwanziger für eine geheime Wahl ausgesprochen. Der einzige Kandidat Blatter wäre klug beraten, "wenn das Ganze in einer geheimen Abstimmung geschieht", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im ZDF-Morgenmagazin. "Was in den letzten Wochen passiert ist, ist ein Skandal, den wir uns so nicht vorstellen konnten", meinte er. "Wir brauchen andere Strukturen, bessere Strukturen", erklärte Zwanziger. "Was jetzt zu tun ist, ist eine Auflösung des Skandals." Man müsse "klar gegen ein solches Krebsgeschwür der Korruption angehen".

Die Sünder und Täter müsse man bestrafen, forderte Zwanziger. Zudem sprach sich der deutsche Verbandsboss für eine kritische Überprüfung der WM-Vergabe 2022 an Katar aus. Um den umstrittenen Zuschlag für den Gastgeber der Weltmeisterschaften in elf Jahren "ranken sich immer wieder Spekulationen und Korruptionsvorwürfe. Sogar der FIFA-Generalsekretär hat, egal ob salopp formuliert oder nicht, in einer E-Mail die finanziellen Möglichkeiten Katars kritisch betrachtet. Deshalb bin ich der Meinung, dass diese WM-Vergabe nochmals auf den Prüfstand gebracht werden sollte", sagte Zwanziger auf der DFB-Internetseite.

dpa

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