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VfL-Wolfsburg-Trainer Magath setzt Diego vor die Tür

Aus für Stürmer VfL-Wolfsburg-Trainer Magath setzt Diego vor die Tür

Arbeitsverweigerer Diego spielt nie wieder unter Trainer Magath für den VfL Wolfsburg. Der Brasilianer soll sich einen neuen Club suchen, nachdem er sein Team am letzten Spieltag der vergangenen Saison im Stich gelassen hatte. Nationalspieler Friedrich ist erneut verletzt.

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Als Hoffnungsträger kam der brasilianische Stürmer Diego zum VfL Wolfsburg. Jetzt hat Trainer Felix Magath ihn vor die Tür gesetzt.

Quelle: dpa (Archiv)

Wolfsburg. Das Kapitel Diego ist nach nur einem Jahr beim VfL Wolfsburg beendet. VfL-Trainer und -Manager Felix Magath hat bereits zum Vorbereitungsstart auf die neue Fußball-Saison knallhart durchgegriffen und den brasilianischen Arbeitsverweigerer vor die Tür gesetzt. Bei der ersten Zusammenkunft des Bundesligisten nach der Sommerpause eröffnete Magath seinem Starspieler am Freitag, dass Diego fortan keine Rolle mehr in Wolfsburg spielt. „In einem Gespräch haben wir festgestellt, dass eine weitere Zusammenarbeit schwierig wäre und dass es besser ist, sich zu trennen“, sagte Magath.

Diego darf zwar am Sonntag mit ins Trainingslager nach Oeversee in Schleswig-Holstein fahren, künftig aber eben nur noch mittrainieren, bis er einen neuen Club gefunden hat. Zum ersten Testspiel am Freitagabend beim Bezirksligisten TuS Neudorf-Platendorf in Gifhorn durfte Diego nicht mit. „Ich habe mich in Wolfsburg immer sehr wohlgefühlt. Aber ich habe einen Fehler gemacht“, sagte Diego, der am letzten Spieltag der vergangenen Saison für einen Eklat gesorgt und die Mannschaft vor dem entscheidenden Spiel um den Klassenverbleib in Hoffenheim im Stich gelassen hatte.

Als Magath Diego eröffnet hatte, nicht in der Startformation zu stehen, hatte der Regisseur wutentbrannt das Mannschaftshotel verlassen und so Magath, Mitspieler und vor allem die Fans gegen sich aufgebracht. Für die Aktion bekam Diego bereits eine Geldstrafe im sechsstelligen Euro-Bereich und eine Abmahnung aufgebrummt.

Sollte der Brasilianer keinen Abnehmer finden, der bereit ist, einen Großteil der rund 15-Millionen-Euro-Ablöse zu bezahlen, die Wolfsburg im vergangenen Sommer an Juventus Turin überwies, droht dem eigenwilligen Mittelfeldspieler gar die Abschiebung in die viertklassige VfL-Reserve. „Nun geht es darum, sowohl für den Club als auch für mich die beste Lösung zu finden“, sagte der Brasilianer.

Der erst im vergangenen Sommer vom damaligen Manager Dieter Hoeneß verpflichtete Diego hatte im Laufe der Saison immer wieder für Kopfschütteln gesorgt. Unter anderem beim 0:1 im Niedersachsen-Derby in Hannover hatte er mit einem Ego-Trip für Aufsehen gesorgt, als er sich der klaren Anweisung des damaligen VfL-Trainers Steve McClaren widersetzte und einen Elfmeter selbst ausführte - und verschoss.

Zudem erreichte der als Ersatz für den abgewanderten Regisseur Zvjezdan Misimovic verpflichtete Diego nie die Effektivität seines Vorgängers und fiel meist durch Eigensinnigkeit auf und neben dem Platz auf. An die teils überragenden Leistungen seiner ersten Bundesliga-Station in Bremen knüpfte Diego in der VW-Stadt nie an.

Diego ist neben Peter Pekarik, Arne Friedrich, Makoto Hasebe, Ja-Cheol Koo und dem Brasilianer Josué einer von sechs Profis, die Magath vorerst fehlen. Während die übrigen Spieler noch einige Tage Urlaub haben, fällt Nationalspieler Friedrich bis auf weiteres aus. Der Abwehrspieler hat erneut Probleme mit seiner vor einem Jahr operierten Bandscheibe und soll bis auf weiteres Reha-Maßnahmen in Berlin durchführen. Obwohl Friedrich mit seiner Rückenverletzung in der vergangenen Saison monatelang ausgefallen war, besteht nach Clubangaben kein Anlass zur Sorge. „Wir hoffen, dass er zum Saisonstart wieder dabei ist“, sagte eine VfL-Sprecher.

dpa/kla

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Foto: Diego vom VfL Wolfsburg.

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