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„Wölfinnen“ spielen in der Champions League

Frauenfußball „Wölfinnen“ spielen in der Champions League

Das Frauenteam des VfL Wolfsburg hat sich für die Champions League qualifiziert. Die „Wölfinnen“ beendeten die Saison am Montag als Vizemeister und dürfen damit an der Königsklasse teilnehmen.

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Die „Wölfinnen“ bedanken sich nach einer erfolgreichen Saison bei den Fans.

Quelle: Vfl Wolfsburg

Wolfsburg. Ganz Wolfsburg ist aus dem Häuschen. Beim letzten Heimspiel der am Montag beendeten Saison in der Bundesliga der Fußballfrauen waren mehr als 8000 Zuschauer ins VfL-Stadion gekommen. Sie waren Zeuge, wie sich ihre „Wölfinnen“ als Vizemeister völlig überraschend für die Champions League qualifizierten – ein Ziel, an dem die Männer des Vereins meilenweit vorbeigesteuert sind, obwohl die Personalpolitik in beiden Abteilungen ähnliche Züge aufweist.

Nachdem der finanzstarke 1. FFC Frankfurt in der Vergangenheit zahlreiche Nationalspielerinnen und damit in der Folge oftmals auch Titel an den Main geholt hatte, öffnete auch der Klub aus der VW-Stadt im vergangenen Jahr die Kasse ebenfalls deutlich weiter. Erfolge sollten her, also musste der Kader, in dem schon unter anderem die Auswahlspielerinnen Verena Faißt und Martina Müller standen, qualitativ verbessert werden. Die Nationalspielerinnen Lena Goeßling (SC 07 Bad Neuenahr), Josephine Henning (Turbine Potsdam) und selbst die zweifache Torschützenkönigin Conny Pohlers aus Frankfurt folgten dem Ruf – natürlich nicht aus finanziellen Gründen, wie alle stets betonen.

Die graue Maus aus Wolfsburg, die als VfR Eintracht 1990 zu den Bundesliga-Gründungsmitgliedern gehörte, aber bisher nie in oberen Tabellenregionen eine Rolle gespielt hat, wurde auf diese Weise zum Topteam. „Ich kann mich noch erinnern, vor weniger als 100 Zuschauern gespielt zu haben“, sagt Nationalspielerin Müller, die mit ihren Toren den VfL 2006 nach einem Zweitligajahr zurück in die Eliteklasse geschossen hatte, völlig überrascht vom plötzlichen Interesse der Wolfsburger.

Dass ihr Team den sportlichen Zielen sogar vorauseilt, das ist laut Müller das Verdienst des Trainerteams um Coach Ralf Kellermann. „Er hat es geschafft, aus den vielen Neuen ein Team zu bilden“, sagt die Stürmerin.

Doch schon droht in der Liga ein Wettlauf mit den Frankfurterinnen, die die Saison nur als Vierter und mit Finalniederlagen im DFB-Pokal und der Champions League ähnlich enttäuschend abgeschlossen haben wie der FC Bayern München bei den Männern. Nun lockt der Klub weitere Nationalspielerinnen an: Babett Peter und Bianca Schmidt aus Potsdam und Simone Laudehr aus Duisburg. Wolfsburg kontert mit Viola Odebrecht von Turbine sowie Torjägerin Alexandra Popp und Luisa Wensing aus Duisburg.

Dem Hamburger SV war diese Jagd nach immer höheren Etatspitzen zuletzt zu viel. Der Verein, der ohnehin immer im Tabellenkeller herumdümpelte, meldete seine Bundesligamannschaft kurzerhand ab und spielt fortan in der Regionalliga weiter. Obwohl die erzielten Einsparungen in der Bilanz des Klubs wohl kaum nennenswerte Erwähnung finden werden, wird damit doch klar: Die Liga macht eine Wandlung durch. Wer Erfolg haben will, muss bereit sein zu investieren.

Oder muss einen Bernd Schröder haben: Der Trainer, der mit Turbine Potsdam gerade zum dritten Mal in Serie die Meisterschaft nach Brandenburg geholt hat, muss jedes Jahr wieder mit finanzstarken Angriffen auf seinen Kader leben. Doch auch nach Abgängen wie denen von Torfrau Nadine Angerer und Fatmire Bajramaj schloss Schröder mit seinen mehr als 40 Jahren Erfahrung bei Turbine die Reihen wieder und feierte mit seinem Kollektiv einen Erfolg nach dem nächsten.

Das gelingt aber nicht jedem. Und nach mehr als 20 Jahren erfolgloser Talentsuche scheint dem VfL der Geduldsfaden gerissen zu sein. Aber anders als Felix Magath bei den Männern hat Kellermann bei den Frauen mit dem Einzug in die „Königsklasse“ gleich einen Erfolg vorzuweisen – und die Perspektive, in den kommenden Jahren zu den Titelanwärtern zu gehören.

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