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Spielen Jugendfußballer bald mit LED-Lämpchen?

Neues Trainingssystem „eFunino“ Spielen Jugendfußballer bald mit LED-Lämpchen?

Mit „eFunino“ bekommt das Üben beim Jugendfußball neuen Schwung: Ein speziell entwickeltes Trainingssystem soll Nachwuchskicker handlungsschneller machen. 63 Junioren-Teams aus der Region Hannover haben es jetzt in der HDI-Arena getestet.

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Und warte, welches Licht angeht: Mit „eFunino“ sollen junge Kicker handlungsschneller werden.  

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Für eine ordentliche Partie Fußball braucht man einen Ball, zwischen - je nach Altersklasse - 14 und 22 Spieler und zwei Tore. Und natürlich darf auch ein Trainer nicht fehlen, der von der Seitenlinie aus Anweisungen auf den Rasen ruft und seinen Spielern sagt, wie sie zu passen haben.

Manchmal übernehmen diese Aufgaben auch gern Eltern (oder müssen das tun, weil es im Verein nicht genug Trainer gibt), die ihren Kindern am Wochenende beim Kicken zuschauen. Für Matthias Lochmann liegt genau dort das Problem: Weil der Fußballnachwuchs oft und lange vom Spielfeldrand aus Anweisungen bekommt, wie die Partie zu gewinnen ist, verlernt er, selbst Entscheidungen zu treffen. „In Deutschland wird das größte Augenmerk auf das Ausführungstraining gelenkt. Doch die meisten Fehler passieren in den drei Spielphasen davor“, sagt der Sportprofessor von der Universität Erlangen.

Abhilfe soll ein speziell entwickeltes Trainingssystem verschaffen, das 63 Junioren-Teams aus der Region Hannover in der HDI-Arena getestet haben. Beim „eFunino“, das auf einem 32x25 Meter großen Feld mit vier Minitoren und zwei Dreier-Teams gespielt wird, müssen die Spieler genau aufpassen, die Spielsituation im Auge haben, sie verstehen und dann eine spontane Entscheidungen treffen.

 Junioren-Teams aus der Region Hannover haben in der HDI-Arena "eFunino" getestet.

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Lochmann, der selbst beim SV Darmstadt 98 gespielt hat und Trainer der U15 bei Mainz 05 war, hat mit einigen seiner Studenten Equipment entwickelt, das die Spielintelligenz, Orientierungsfähigkeit und Handlungsfähigkeit der Nachwuchstalente verbessern soll. Die Spieler tragen Leibchen, die mit farbigen LED-Leuchten ausgestattet sind. Auch die Tore leuchten in Blau oder Rot. Die Teams dürfen aber nur dann aufs Tor schießen, wenn ihre Farbe angezeigt wird. Mit einer App und dem Smartphone wird die Torfarbe während der Trainingseinheit immer wieder gewechselt.

Lochmann hofft, das „eFunino“ immer mehr Anwendung findet und der Fußballnachwuchs dadurch selbstbewusster wird. Die Fußballschule von Hannover 96 nutzt das Prinzip bereits. „Wir glauben, dass es sehr sinnvoll für das Training und die Ausbildung ist“, sagt Schulleiter Marko Kresic. Auch er will die Methode bekannt machen und hofft, dass sich dadurch in der Region viele Talente herausbilden, die auch für die „Roten“ und den leistungsorientierteren Fußball interessant sein könnten. „Und es macht den Spielern erfahrungsgemäß viel Spaß“, sagt Kresic.

Lasse, Tom, Ben und Jonas vom SVN Düshorn können das jedenfalls bestätigen: „Das hat Spaß gemacht, auch wenn es schwierig ist. Man muss voll aufpassen und immer gucken“, sagt das Quartett unisono. Aber gut aufzupassen kann beim Fußball grundsätzlich nicht schaden. Und sonst auch nicht.

Von Isabell Rollenhagen

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