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„Ein Schuss. Ein Tor. Das Ailton.“

Kugelblitz feiert Abschied „Ein Schuss. Ein Tor. Das Ailton.“

Sein Abschiedsspiel hat er nur „das Ailton“ genannt. Der beliebte brasilianische Stürmer wird ein letztes Mal das machen, was er am besten konnte: „Ailton isse Tore“. Zugesagt haben viele Stars. Sogar Tim Wiese wird wieder zwischen den Pfosten stehen.

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Ailton Gonçalves da Silva feiert seinen Abschied.

Quelle: dpa (Archiv)

Bremen. Nicht viele Profis können auf eine so bewegte und verrückte Karriere zurückblicken. Ailton Gonçalves da Silva sorgte während seiner aktiven Laufbahn auf und auch neben dem Fußball-Feld für allerlei Aufregung und Belustigung. „Ailton isse Spaß“. Geschadet hat es dem heute 41-jährigen Südamerikaner nie. Deswegen werden am Samstag (16.00 Uhr/live Radio Bremen und NDR) auch mehr als 40 000 Zuschauer zu seinem Abschiedsspiel ins Bremer Weserstadion kommen.

„Das Ailton“ lautet das Motto seines letzten Spiels zwischen der Double-Sieger-Mannschaft von Werder Bremen des Jahres 2004 und einer Südamerika-Auswahl inklusive Freunden des Kultkickers. 45 ehemalige und noch aktuelle Profis haben zugesagt, darunter Stars wie Diego, Giovane Elber, Dede oder Johan Micoud. „Das ist so schön für mich, ein großer Moment“, meinte Ailton. Sogar Tim Wiese wird wieder zwischen den Pfosten stehen. In der Bundesliga tat er das zuletzt am 26. Januar 2013 für Hoffenheim.

Besonders stolz ist Ailton darüber, dass Thomas Schaaf wieder auf der Bremer Trainerbank Platz nehmen wird. Er coacht die Doublesieger. „Deutscher Papa“, so nennt der Stürmer, der wegen seiner Statur und seiner Schnelligkeit stets „Kugelblitz“ genannt wurde, den wohl wichtigsten Trainer seiner Karriere.

Wolfgang Sidka holte den Brasilianer 1998 aus Mexiko nach Bremen, wurde jedoch kurz nach der Verpflichtung entlassen. Nachfolger Felix Magath schickte den Torjäger auf die Tribüne. „Du kommst in ein fremdes Land, verstehst kein Wort, frierst dir sonst was ab und wirst nicht mal eingesetzt. Da kannst du als Fußballer lieber sterben“, sagte Ailton damals.

Erst als Schaaf 1999 das Kommando auf der Bremer Trainerbank übernahm, blühte Ailton auf. Er erzielte unter Schaafs Leitung in 204 Pflichtspielen 104 Treffer für Werder. „Wir haben natürlich über die Zeit eine gute Verbindung aufgebaut. Er wusste, dass er sich auf mich total verlassen kann“, sagte Schaaf. Als Höhepunkt wurde er 2004 Meister und Pokalsieger mit den Hanseaten, gewann die Torjägerkanone mit 28 Toren und wurde als erster ausländischer Profi Deutschlands Fußballer des Jahres. „Ailton Tor, alles gut.“

Mit seinem Wechsel zu Schalke 04 im Sommer 2004 begann sportlich allerdings der Abstieg. Ailton wechselte dann jedes Jahr mindestens einmal den Verein. Nie wieder konnte er an seine Bremer Zeit anknüpfen. Er spielte neben Schalke, dem Hamburger SV und dem MSV Duisburg noch bei Proficlubs aus der Türkei, Serbien, der Schweiz, der Ukraine, Österreich, Brasilien und China. Am Ende dümpelte er in Deutschland in der Regional- und Oberliga herum. „Ich wollte nicht bei einem Verein spielen, bei dem ich keinen Spaß habe. Deshalb hatte ich danach nur noch kurze Verträge“, erklärte Ailton.

Während seiner Laufbahn fiel Ailton auch mit allerlei Merkwürdigkeiten und Kuriositäten auf. Legendär sind seine Interviews in deutschem Kauderwelsch. In seiner Bremer Zeit reiste er mal ins Trainingslager nach Norderney per Taxi nach, auf Schalke ritt er mit einem Pferd zum Training. 2012 machte er beim RTL-Dschungelcamp mit. Seiner Beliebtheit schadeten solche Eskapaden nie. Für die Fans bleibt er immer nur „der Kugelblitz oder „das Ailton“.

dpa

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