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Leverkusen fliegt aus der Champions League

Fußball Leverkusen fliegt aus der Champions League

Die Chance auf den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale für Bayer Leverkusen war da, doch die Werkself ließ sie ungenutzt. Gegen eine lustlose Elf aus Barcelona reichte es nur zu einem 1:1. Damit geht es für den Bundesligisten in der Europa League weiter.

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Leverkusens Kevin Kampl (m.) fasst sich neben Gerard Gumbau von Barcelona an den Kopf.

Quelle: Jonas Güttler/dpa

Leverkusen. Bayer Leverkusen hat den Champions-League-Coup gegen Titelverteidiger FC Barcelona verpasst und muss sich mit Europas kleiner Fußball-Bühne trösten. Der kriselnde Bundesligist kam trotz bester Chancen gegen eine um Lionel Messi verstärkte B-Elf der Spanier im letzten Gruppenspiel am Mittwoch nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus - das reichte nicht zum dritten Achtelfinal-Einzug in der Königsklasse nacheinander. Das Tor von Javier Hernandez in der 23. Minute als schnelle Antwort auf Messis Führungstreffer (20.) war am Ende zu wenig, um den Abstieg in die Europa League zu verhindern.

Umso ärgerlicher war das Scheitern der Leverkusener, weil der AS Rom und BATE Borissow im Parallelspiel mit einem 0:0 Schützenhilfe leisteten. Ein 2:1 hätte der Werkself damit genügt, um Rom noch von Platz zwei zu verdrängen und in der Champions League zu überwintern. "Das ist eine Riesenenttäuschung", bekannte Weltmeister Christoph Kramer. "Extrem bitter für uns, da werden jetzt erstmal die Köpfe runterhängen. Wir hatten heute genug Chancen", sagte Mittelfeldspieler Kevin Kampl.

Nach der Ergebniskrise der vergangenen Wochen sprach nur wenig für ein kleines Fußball-Wunder der Bayer-Elf gegen die schon als Gruppensieger feststehenden Gäste. "Momentan kann man fast den Eindruck haben, dass sich die Welt ein bisschen gegen uns verschworen hat", urteilte Sportdirektor Rudi Völler im Stadionheft. Zumindest kam Barça-Trainer Luis Enrique den Gastgebern entgegen und bot neben Superstar Lionel Messi eine Reihe junger Reservisten auf. Topstürmer Luis Suarez saß zunächst nur auf der Bank, der Brasilianer Neymar pausierte nach seiner Leistenzerrung aus dem Abschlusstraining. Die Stammkräfte Andres Iniesta und Gerard Pique waren daheim geblieben.

Früh zeigten die Leverkusener, wie sie ihre finstere Bilanz von sechs Niederlagen in Serie gegen Barcelona aufbessern wollten. Forsch attackierten die Schützlinge von Trainer Roger Schmidt schon weit in der gegnerischen Hälfte und störten so immer wieder das Passspiel der Gäste. In der zweiten Minute setzte Hakan Calhanoglu mit einem Fernschuss das erste Zeichen, zehn Minuten später musste sich Barcelonas deutscher Torhüter Marc-André ter Stegen bei einem Freistoß des Türken strecken.

Doch die erste grobe Nachlässigkeit der Hausherren nutzte Messi zur Führung. Der frühere Schalker Ivan Rakitic wurde im Mittelfeld nicht angegriffen, seinen Traumpass durch die Bayer-Abwehrreihe ersprintete Messi, zog an Keeper Bernd Leno vorbei und schob ein. Es war schon Messis 15. Tor gegen ein deutsches Team in der Königsklasse, kein anderer Spieler hat öfter gegen Bundesligisten getroffen.

Immerhin: Bayer verließ trotz der jüngsten Rückschläge nicht der Mut - im Gegenteil. Nur drei Minuten später fand Admir Mehmedis Flanke zu "Chicharito" Hernandez, der umgehend einschoss. Mit seinem fünften Treffer in dieser Champions-League-Saison wies der mexikanische Neuzugang einmal mehr nach, dass zumindest auf seine Torjäger-Qualitäten derzeit Verlass ist.

Danach aber fand die Werkelf erst in der zweiten Hälfte ihren Schwung wieder. Barcelonas B-Team verrichtete Dienst nach Vorschrift und offenbarte mehrfach Schwächen in der Defensivarbeit. Die Leverkusener mühten sich zwar, ließen es jedoch an Konsequenz vermissen. Calhanoglu (58.) und Karim Bellarabi (60.), der frei vor ter Stegen auftauchte, vergaben gute Chancen zur Führung.

Coach Schmidt ging auf Risiko, brachte den zuletzt aufs Abstellgleis geschobenen Stefan Kießling als zweite Spitze. Doch auch mit dem Routinier fehlte es zumeist an der Durchschlagskraft - und auch am letzten Willen zum Sieg, der das Überwintern in der Champions League ermöglicht hätte. Als Hernandez kurz vor Schluss auch die letzte Großchance gegen den stark reagierenden ter Stegen nicht nutzen konnte, war das Aus der Leverkusener besiegelt.

Von Andreas Schirmer, dpa

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