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Beginnt sein Stern heute zu sinken?

Pep Guardiola Beginnt sein Stern heute zu sinken?

Das Champions-League-Rückspiel gegen Juventus Turin ist das erste „Finale“ für Trainer Pep Guardiola – verliert er, könnte die Welt beim FC Bayern München über ihm zusammenstürzen.

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„Ich weiß, was passiert, wenn wir die Champions League nicht gewinnen. Ich akzeptiere diese Rolle und diesen Druck“: Bayern-Trainer Pep Guardiola.  

Quelle: Andreas Gebert

München. Pep Guardiola erschien im schwarzen Rollkragen-Pulli zur Pressekonferenz. Der Bayern-Trainer wirkte aufgeräumt und entschieden in seinen Aussagen vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Bayern gegen Juventus Turin am Mittwoch (20.45 Uhr, ZDF und Sky). Nervosität? Großer Druck? Er ließ sich nichts anmerken, bangt bis Mittwoch lediglich um den Gesundheitszustand von Arjen Robben, der das letzte Training wegen einer Erkältung auslassen musste und im Kraftraum arbeitete.

Ob er sich generell Sorgen mache vor diesem zweiten Duell mit dem italienischen Meister, der im Hinspiel erst nach dem 2:0 der Bayern sein wahres, sein aggressives und kämpferisches Gesicht gezeigt und zum 2:2 ausgeglichen hatte? „Ein Champions-League-Spiel hat mich nie besorgt. Ich bin privilegiert, das hier aus nächster Nähe erleben zu dürfen“, antwortete Guardiola einem italienischen Reporter und wurde konkreter als bei deutschen Nachfragen: „Wenn wir verlieren sollten, würde es für ein paar Tage hart werden. Aber danach schauen wir auch wieder auf das nächste Spiel.“

Triple steht auf dem Spiel

Ein Aus gegen Juventus aber wäre eine klare Zäsur. Ein Schock für den Verein, ein Magenschwinger für Pep Guardiola. Für die Bayern steht nicht weniger als das Triple auf dem Spiel. Mit einem Ausscheiden würde man sich genauso früh aus Europa verabschieden wie zuletzt 2011, als die Bayern im Achtelfinale gegen Inter Mailand nach einem 1:0 auswärts daheim noch 2:3 verloren.

Ketzerisch könnte man sagen, Guardiola hätte dann mehr Zeit, um die Kaderplanung bei Manchester City voranzutreiben, seinem Verein ab Juli. Fakt ist: Verliert er, verliert er wohl auch die Rolle, sakrosankt zu sein und von seinen Vorgesetzten stets geschützt zu werden. Sein Stern könnte in München auf einmal schneller sinken, als es sich der Spanier vorstellen kann. Denn plötzlich müsste sich Guardiola kritischen Fragen stellen.

Laut „Bild“-Zeitung soll der Bayern-Trainer versucht haben, David Alaba zu Manchester City zu locken. Der Spanier habe den 23-Jährigen „heimlich“ umworben - und verloren, da Alaba kurz vor einer Vertragsverlängerung bei Bayern bis 2021 steht. Boss Rummenigge dementierte einen Abwerbeversuch entschieden - ein Geschmäckle bleibt. 

"Das sorgt für immer neue Spekulationen"

Zu Guardiolas paralleler Arbeit für den FC Bayern und Manchester City sagte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer kürzlich: „Ich finde es schwierig - für alle Beteiligten, also für Bayern und für Pep. Das sorgt für immer neue Spekulationen.“

Vergangenen Montag war Guardiola an einem für die Profis freien Tag nach Amsterdam geflogen und hatte sich mit City-Sportdirektor Txiki Begiristain getroffen. Das, so Beckenbauer, sei „kein Problem, solange er seine Pflichten in München nicht vernachlässigt“. Doch wie sieht die Sache mit der Pflichterfüllung nach einem Ausscheiden aus? Es ist eine sanfte Warnung von Beckenbauer.

Ein Scheitern gegen Juve hätte möglicherweise noch viel weitreichendere Folgen. Englische Medien spekulieren bereits, Guardiola könne dann vorzeitig entlassen werden. Was unwahrscheinlich ist, aber nicht auszuschließen, sollte die Stimmung in München (weiter) kontra Pep kippen. Bei fünf Punkten Vorsprung die Mannschaft in den letzten acht Spieltagen über die Ziellinie zur Meisterschaft zu führen, dürfte auch einem Gespann wie Sammer/Gerland gelingen.

Noch hat Guardiola die Mannschaft hinter sich, die Spieler schwören auf seine exzellente, weil detaillierte Matchvorbereitung und die gewissenhafte Einstellung auf den Gegner. Trotzdem könnte die Unzufriedenheit auch im Kader bei einer Pleite steigen.

„Ich weiß, was passiert, wenn wir die Champions League nicht gewinnen“, antwortete Guardiola gestern und fügte hinzu: „Ich akzeptiere diese Rolle und diesen Druck.“ Das Einfachste wäre dennoch: Guardiola kommt weiter - und erwartet dann im Viertelfinale sein nächstes „Finale“.

Von Patrick Strasser

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