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„Wir haben nahezu perfekt gespielt“

BVB-Sternstunde gegen Arsenal „Wir haben nahezu perfekt gespielt“

Mit Leidenschaft und Engagement hat sich Borussia Dortmund einen optimalen Start in die Champions League verschafft. Trotz ihres personellen Aderlass schlugen die Westfalen den schwachen FC Arsenal mit 2:0. Vor allem Torschütze Ciro Immobile wurde umjubelt.

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Ein  60-Meter-Sprint, der mit einem Tor endete: Dortmunds Ciro Immobile jubelt über seinen Treffer zum 1:0.

Quelle: dpa

Dortmund. Borussia Dortmund hat die erste Herausforderung in der neuen Champions-League-Saison mit Bravour bestanden. Mit dem 2:0 (1:0) gegen den Dauerrivalen FC Arsenal sorgte der deutsche Fußball-Vizemeister gleich zum Start der Gruppenphase trotz großer personeller Probleme für eine Sternstunde. 18,5 Millionen-Mann Ciro Immobile (45.) mit seinem umjubelten ersten Pflichtspiel-Tor und Pierre-Emerick Aubameyang (48.) belohnten sich und den BVB am Dienstagabend für eine engagierte und leidenschaftliche Vorstellung gegen den vermeintlich stärksten Gegner in der Gruppe D.

„Das war eine tolle Mannschaftsleistung und ein verdienter Sieg“, meinte der in der Pause wegen Adduktorenproblemen ausgewechselte Ex-Kapitän Sebastian Kehl beim TV-Sender Sky. „Wir haben nahezu perfekt gespielt.“

Durch den Auftaktsieg haben die Dortmunder eine gute Ausgangslage vor den Auswärtsspielen beim RSC Anderlecht (1. Oktober) und bei Galatasaray Istanbul (22. Oktober). Die enttäuschenden Londoner, die zum dritten Mal in vier Jahren Gruppen-Gegner der Borussia sind, stehen hingegen gleich unter Druck. Auch die deutschen Weltmeister Per Mertesacker, Mesut Özil und der spät eingewechselte Lukas Podolski konnten die Pleite nicht verhindern.

Kurzfristig hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp seine Mannschaft wieder einmal umstellen müssen. Der polnische Nationalspieler meldete sich wegen muskulärer Probleme ab. Statt Piszczek verteidigte Erik Durm auf der rechten Seite. Marcel Schmelzer, der sich im Supercup-Spiel vor dem Bundesligastart verletzt hatte, nahm die ursprüngliche Position von Durm als Linksverteidiger ein. Rückkehrer Shinji Kagawa, der noch am Samstag beim 3:1 gegen Freiburg ein starkes Comeback gefeiert hatte, wurde indes geschont.

Insgesamt lief der BVB ohne acht Stammkräfte auf. Doch von dem Aderlass war vor 65 851 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park nichts zu spüren. Mit Hochgeschwindigkeits-Fußball überrollten die Dortmunder ihren Gegner. Schon früh in der Arsenal-Hälfte setzten die Borussen dem Tabellensiebten der Premier League zu und beeindruckten mit großer Laufbereitschaft. Von Arsenals Mittelfeld mit dem später ausgewechselten Özil war nichts zu sehen.

Einziges BVB-Manko zunächst: Es fehlte die entscheidende Idee. Einziger Aufreger in den ersten Minuten war ein Zweikampf mit Henrich Mchitarjan ins Arsenals Strafraum. Der Dortmunder fiel, aber statt Strafstoß bekam er die Gelbe Karte wegen vermeintlicher „Schwalbe“.

Erst nach rund 25 Minuten brachten die Gastgeber die Gäste-Abwehr um Ex-Nationalspieler Mertesacker in Verlegenheit. Aubameyang (27.) scheiterte erst an Keeper Wojciech Szczesny, zwei Minuten später schoss Mchitarjan weit über das Tor.

Arsenal tauchte in der ersten Halbzeit nur einmal gefährlich vor dem Tor von Roman Weidenfeller auf. Danny Welbeck (41.) setzte den Ball aber knapp neben das Gehäuse. Kurz vor dem Pausenpfiff belohnten sich die Dortmunder dann endlich dank Immobile, der einen 60-Meter-Sprint mit einem überlegten Schuss abschloss.

Kaum waren die beiden Teams nach dem Wechsel wieder auf dem Platz, beschenkte sich der Vizemeister erneut: Nach Pass von Kevin Großkreutz stocherte Aubameyang (48.) den Ball ins Tor. Dabei hatte der BVB vor Hälfte zwei wieder improvisieren müssen: Für den verletzten Kehl kam Matthias Ginter ins defensive Mittelfeld. Doch auch das störte den Spielfluss der Dortmunder nicht.

Arsenal wurde durcheinandergewirbelt. Vor allem Immobile und Aubameyang machten immer wieder Alarm und hätten in der 51. und 57. Minute erhöhen können. Auch Mchitarjan (73.) ließ noch eine Torchance liegen. Die schwarz-gelben Laune konnte das nicht mehr trüben.

dpa

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