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Auftakt nach Maß für Bayer Leverkusen

Champions League Auftakt nach Maß für Bayer Leverkusen

Zwei Blitzstarts und der erste große Auftritt der "kleinen Erbse" haben Bayer Leverkusen einen Start nach Maß in seine zehnte Champions-League-Saison beschert. Beim 4:1 (1:1) im ersten Gruppenspiel gegen den weißrussischen Serienmeister BATE Borissow trafen Admir Mehmedi (4.) und Hakan Calhanoglu (47.) jeweils zu Beginn beider Halbzeiten.

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Stefan Kießling (l) und Hakan Calhanoglu feiern das 4.1.

Quelle: dpa

Der von Manchester United verpflichtete Stürmerstar Javier Hernandez, Spitzname Chicharito (kleine Erbse), sorgte für die Entscheidung (59.) und befreite Bayer vier Tage nach dem 0:1 gegen Aufsteiger Darmstadt 98 in der Bundesliga endgültig von der Angst vor einer erneuten Blamage. Calhanoglu stellte per Handelfmeter den Endstand her (75.). Der Pflichtsieg gegen den vermeintlich leichtesten Gruppenrivalen, für den Nemanja Milunovic (13.) zwischenzeitlich ausglich, hält Bayer im Kampf um die siebte Achtelfinal-Teilnahme in Folge auf Kurs. In Titelverteidiger FC Barcelona wartet im nächsten Spiel am 29. September aber der größtmögliche Prüfstein - 2012 verlor Bayer bei den Katalanen 1:7. Ein Wermutstropfen für Leverkusen am Mittwoch war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Lars Bender kurz vor der Pause.

Ein Einsatz des Kapitäns im wegweisenden Bundesliga-Spiel bei Tabellenführer Borussia Dortmund am Sonntag erscheint fraglich. Bayer-Coach Roger Schmidt hatte sein Team gegenüber der Darmstadt-Pleite auf drei Positionen verändert, brachte neben Chicharito auch Mehmedi und Kevin Kampl, seinen Lieblingsspieler aus gemeinsamen Salzburger Zeiten. Chicharito spielte dabei aber überraschend nicht neben Stefan Kießling, sondern an seiner statt. Als er 20 Minuten vor dem Ende gegen den früheren Bundesliga-Torschützenkönig ausgetauscht wurde, gab es tosenden Beifall. Der Ex-Star von Manchester United und Real Madrid ist schon nach 103 Pflichtspiel-Minuten endgültig zum neuen Publikumsliebling aufgestiegen.

Die Weißrussen wollten vor nur 24.280 Zuschauern ähnlich wie Darmstadt aus einer kompakten Defensive agieren, die in 19 Ligaspielen nur sieben Gegentore zugelassen hatte. Doch dieser Plan schien schnell durchkreuzt: Mehmedi nutzte eine Konfusion in der Gäste-Abwehr und schlenzte den Ball aus zehn Metern mit dem Außenrist in den Winkel. Nach einer vergebenen Doppelchance für Kampl und Chicharito (10.) kassierte Bayer wie aus dem Nichts den Ausgleich und büßte die angenehme Spielkonstellation wieder ein: Den Kopfball von Milunovic nach einem Eckball verlängerte Roberto Hilbert, dessen Einsatz wegen Kniebeschwerden bis zuletzt fraglich war, mit der Hüfte unhaltbar für Bernd Leno ins Netz. Bayer verlor nun zeitweilig etwas die Sicherheit, kam aber weiterhin zu klaren Chancen. Vor allem durch Mehmedi, der nach schöner Balleroberung von Karim Bellarabi gegen den Ex-Stuttgarter Alexander Hleb frei am Tor vorbeischoss (26.). Hleb verletzte sich bei dieser Aktion und musste vom Platz, sein Ausscheiden traf Borissow offenbar noch härter als Bayer das von Bender.

Sichtlich entschlossen kamen die Leverkusener dann aus der Kabine. Vor allem Bellarabi drehte nun groß auf, auch Chicharito rückte nach einigen unglücklichen Aktionen in der ersten Halbzeit immer mehr in den Mittelpunkt, Kampl und Calhanoglu gaben dem Spiel nun deutlich mehr Struktur. War bei Calhanoglus abgefälschtem Führungstreffer noch Glück im Spiel, war Chicharitos Treffer nach schönem Pass von Kampl herrlich herausgespielt. Bayer entfachte nun seinen gefürchteten Offensiv-Wirbel, in dem die Weißrussen zeitweise unterzugehen drohten.

sid

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