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Ziege trainiert nun auf Mallorca

Ehemaliger Nationalspieler Ziege trainiert nun auf Mallorca

Europameister Christian Ziege trainiert auf der Ferieninsel Mallorca künftig den spanischen Drittligisten Atlético Baleares. Der Klub des deutschen Hotelunternehmers Ingo Volckmann hat einiges vor.

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Nach einigen Stationen als Trainer in Deutschland geht Europameister Christian Ziege nach Spanien.

Quelle: dpa/Archiv

Palma de Mallorca/München. Zumindest der Zuschauerzuspruch dürfte Christian Ziege im winzigen Stadion "Son Malferit" einigermaßen bekannt vorkommen. Der Europameister von 1996 sucht künftig sein Glück als Trainer von Atlético Baleares auf der Ferieninsel Mallorca - und wenngleich er als Profi in den größten Arenen der Welt zu Hause war, nur knapp über 1000 Fans erlebte er auch als Coach der SpVgg Unterhaching häufig genug. Vor den Toren Münchens war Zieges letztes Engagement im zurückliegenden März zu Ende gegangen - kurz danach stieg Haching in die 4. Liga ab.

Nun hat sich der 43-Jährige, der am Donnerstag seine Arbeit aufnimmt, zumindest bis 2017 einem ehrgeizigen Projekt verschrieben, so jedenfalls hört sich das Vorhaben des deutschen Hotelunternehmers und Klubchefs Ingo Volckmann an. "Ich möchte hier auf der Insel die Nummer eins werden", sagte Volckmann vor einer Weile bei Spiegel online. Sein Traum sei die Primera Division. Der gebürtige Berliner plant in dieser Saison mit dem mallorquinischen Drittligisten erst mal den Aufstieg in die 2. Liga.

Danach will er Real Mallorca den Rang ablaufen, wo der deutsche Top-Manager Utz Claassen als Präsident und Hauptgeschäftsführer agiert. Ziege soll dieses Ziel vorantreiben: mit einer Mannschaft, die immerhin den deutschen Ex-Nationalspieler Malik Fathi in ihren Reihen weiß. "Ich freue mich einfach, dass es geklappt hat. Es ist ein super Projekt und ich hoffe, dass wir erfolgreich sind", sagte Ziege nach seiner Vertragsunterschrift zu Sport Bild. Der Ex-Bayern-Profi, dessen Vita als Trainer vergleichsweise bescheiden daherkommt, hat also offenkundig mehr als eine urlaubsähnliche Stippvisite im Sinn.

Und dafür nimmt Ziege auch in Kauf, dass er in einer Spielstätte an der Seitenlinie steht, die so gar nichts vom Flair eines Wembley oder des Bernabeu hat. Das kleine Stadion ist gleichwohl auch ein Resultat des Engagements Volckmanns, der Atlético im Sommer 2014 zunächst vor der Pleite bewahren und finanzielle Altlasten beseitigen musste. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass auf der "Insel der Deutschen" etwas Substanzielles entsteht, dass Gehälter und Prämien pünktlich gezahlt werden, was in Spanien nicht die Regel ist. Volckmann hat zudem die Rahmenbedingungen verbessert, etwa eine Höhenkammer installiert, mit der die Ausdauerleistung gesteigert werden kann. "Das soll zeigen, dass ich nicht nur investieren, sondern sportlich wirklich etwas erreichen will", sagte er. Nach Zieges Verpflichtung werden davon auch in Deutschland noch mehr Leute etwas mitbekommen.

sid

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