Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Das Millionenspiel des VfL Wolfsburg

Champions League Das Millionenspiel des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg kann am Dienstag in der Champions League gegen Manchester United Fußball-Geschichte schreiben – und ein Signal an die Bosse von Volkswagen senden.

Voriger Artikel
FBI interessiert sich für Joseph Blatter
Nächster Artikel
Hitz zahlt 122,92 Euro für neuen Elfmeterpunkt

Die Tür zum Achtelfinale steht weit auf, der VfL Wolfsburg kann mit einem Punkt gegen Manchester United in die K.-o.-Runde spazieren.  

Quelle: dpa

Wolfsburg. Es ist ein echtes „Highlight-Spiel“, sagt Julian Draxler. Der VfL Wolfsburg empfängt Manchester United Dienstag, 20.45 Uhr, Sky). Für den VfL geht es um den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League, um viele Millionen Euro - und darum, ein Signal an den Mutterkonzern Volkswagen zu senden. Keine Frage: Die Partie ist wegweisend für die Niedersachsen - und das gleich unter mehreren Gesichtspunkten.

Der VfL kann Geschichte schreiben: Das Achtelfinale ist greifbar. Holt der VfL gegen Manchester (mit Bastian Schweinsteiger)mindestens einen Punkt, gehört er zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zu den besten 16 Klubs Europas. Bei der Champions-League-Premiere 2009 war bereits nach der Gruppenphase Schluss. Das soll in diesem Jahr mit aller (Offensiv-)Macht verhindert werden. „Wir spielen auf Sieg“, sagt VfL-Trainer Dieter Hecking.

Gut zu wissen: Selbst bei einer Niederlage muss das Kapitel Königsklasse für den VfL nicht zwangsläufig beendet sein. Lässt der PSV Eindhoven im Parallelspiel gegen ZSKA Moskau Punkte liegen, ist Wolfsburg auf jeden Fall weiter. Auf eine solche Zitterpartie hat Stürmer Bas Dost allerdings gar keine Lust. „Am besten, wir gewinnen das Spiel“, sagt Dost. „Dann sind wir Gruppenerster.“ Schöner Nebeneffekt: Im Achtelfinale würde ein vermeintlich leichterer Gegner warten.

Es geht um viele Millionen Euro: Nicht nur aus sportlicher Sicht ist die K.-o.-Runde reizvoll. Auch finanziell steht einiges auf dem Spiel. Im Champions-League-Achtelfinale würde der VfL Wolfsburg 5,5 Millionen Euro aus dem Topf der europäischen Fußball-Union Uefa erhalten. Dazu kämen weitere Millionen aus dem Uefa-Marketingpool sowie durch Ticketverkäufe.

Und es wird noch besser: Gewinnt der VfL die Partie gegen Manchester, kommen noch einmal 1,5 Millionen Euro Siegprämie hinzu, bei einem Unentschieden wären es immerhin noch 500 000 Euro. Macht alles in allem geschätzte 10 Millionen Euro, die allein an der heutigen Partie hängen. Verliert der VfL hingegen und überwintert nur in der Europa League (von Hecking als „Abfallprodukt“ bezeichnet), schrumpfen die gesamten Prämien auf 500 000 Euro zusammen. Ein immenser finanzieller Schaden, der zu einer Unzeit käme. Denn noch kann in Wolfsburg niemand abschätzen, wie sehr die Fußballabteilung des VfL von den angekündigten Sparmaßnahmen beim kriselnden Mutterkonzern Volkswagen betroffen sein wird.

Der VfL kann Werbung in eigener Sache machen: Volkswagen hat zwar die generelle Unterstützung für die Fußballabteilung nicht infrage gestellt, den Rotstift aber bereits angesetzt. Der geplante Bau des neuen Nachwuchsleistungszentrums wurde vorerst zu den Akten gelegt, die jährliche Finanzspritze von geschätzten 100 Millionen Euro wird es in dieser Höhe wohl nicht mehr geben. Da es in der Liga derzeit nicht nach Wunsch läuft (Platz fünf), sollte der VfL jetzt auf europäischer Bühne ein klares sportliches Signal an den Konzernvorstand senden. Denn: Einer erfolgreichen Fußballabteilung werden die Manager nur sehr ungern das nötige Kleingeld entziehen wollen.

Die Weltmeister André Schürrle und Julian Draxler können zeigen, was in ihnen steckt: André Schürrle kam im Februar für 32 Millionen Euro vom FC Chelsea nach Wolfsburg. Für Julian Draxler zahlte der VfL im Sommer sogar 35 Millionen Euro an den FC Schalke 04. Selbst für frühere Volkswagen-Verhältnisse verdammt viel Geld. Was die beiden Weltmeister ebenfalls gemein haben: Sie laufen den Erwartungen hinterher. Draxler sucht noch nach der richtigen Position in der Offensive, ist laut Hecking aber „auf einem richtig guten Weg“. Wie wertvoll der 22-Jährige für den VfL sein kann, hat er mit seinem Siegtreffer beim 1:0-Gruppensieg gegen Moskau unter Beweis gestellt. Und Schürrle? Der 25-Jährige erlebt ein Auf und Ab. „Ich weiß, dass ich Spiele entscheiden kann“, sagt er selbst. Nur tut er dies bislang viel zu selten. Aber wer weiß: Vielleicht ist ja Dienstag wieder so ein Abend.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fußball
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wie hat mein Verein gespielt

Von Kreisliga bis Bundesliga: Hier finden Sie alle Fußball-Ergebnisse.

Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr
Anzeige