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Eine Nacht für die Ewigkeit

Deutschland nach 7:1 gegen Brasilien im Finale Eine Nacht für die Ewigkeit

In Deutschland reibt man sich die Augen - in Brasilien wohl auch. 7:1 für die DFB-Elf lautet das Ergebnis des WM-Halbfinals. Damit spielt Deutschland am Sonntag um den WM-Titel und den vierten Stern auf der Brust.

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Toni Kroos und Miroslav Klose feiern den Sieg.

Quelle: afp

Belo Horizonte . Von diesem Fußballspiel, von diesem Halbfinale bei der Weltmeisterschaft in Brasilien, werden alle Beteiligten und alle, die dabei waren, ob in Belo Horizonte oder vor den Bildschirmen, noch in vielen, vielen Jahren erzählen. Spiele wie das gestern kann es eigentlich nicht geben und gibt es doch immer mal wieder: Der sagenhafte 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Gastgeber wird einer dieser wunderbaren Weißt-Du-noch-Tage in der Fußballgeschichte werden. Einer, von dem die Deutschen mit glänzenden Augen reden werden – und die Brasilianer mit Tränen in den Augen.

Die deutsche Mannschaft hat sich mit einer atemberaubenden Leistung ins Finale gegen Argentinien oder die Niederlande am Sonntag gespielt. 7:1 gegen Brasilien. 7:1. 7:1. Man darf das ruhig dreimal hinschreiben, damit jeder weiß: Dieser unglaubliche Abend in Belo Horizonte ist wirklich passiert. Wer einen Sieg in dieser Höhe vorhergesagt hätte, wäre vor der Partie für verrückt oder ahnungslos, vermutlich für beides, erklärt worden.

Nach dem 1:0 von Thomas Müller nach elf Minuten dachte man noch: Das geht ja prima los, aber jetzt bloß nicht übermütig werden. Doch dieser Treffer war einer mit doppelter Wirkung: Die Brasilianer, die bei der Nationalhymne das Trikot ihres verletzten Superstars Neymar gezeigt hatten, gerieten nach engagiertem Start völlig aus der Bahn. Und die Deutschen erkannten im Stile einer Weltklasseelf, dass der Gegner schwer angeschlagen war und machten das einzig richtige: Sie spielten einfach weiter munter nach vorn. Die vier Minuten, die dann folgten, versetzten die brasilianischen Fans in Schockstarre. Zwischen der 23. und der 26. Minute machten die Deutschen aus dem 1:0 ein 4:0 – selten im Fußball war der Begriff Wahnsinn so gerechtfertigt. Den Anfang machte Miroslav Klose, der nimmermüdeste 36-Jährige der Fußballgeschichte. Seinen ersten Schuss konnte Torwart Julio Cesar noch parieren, im zweiten Versuch war der Ball drin – 2:0.

Torfestival im Halbfinale: Deutschland schießt sich gegen Brasilien für das WM-Finale warm.

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Danach schlug einer zu, der eine geniale WM spielt, bis dahin aber nicht als Torschütze in Erscheinung getreten war: Toni Kroos, der mit einem großartigen Pass bereits das 2:0 eingeleitet hatte, erzielte erst das 3:0 in der 23. Minute und eine Minute später das 4:0. „Finale, oho“, riefen die deutschen Fans auf den Tribünen, während bei den brasilianischen Zuschauern die ersten Tränen liefen. Später riefen sie: „Gegen Deutschland habt ihr keine Chance.“ Zum Glück verstanden das die meisten einheimischen Zuschauer nicht.

Weltklasse Leistung: Mit einem 7:1 ist Deutschland gegen Brasilien ins WM-Finale marschiert. So waren die deutschen Spieler in Form: Die Einzelkritik von Heiko Rehberg.

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Nach 26 Minuten war ein Spiel, das alle, selbst Bundestrainer Joachim Löw, als ein Duell auf Augenhöhe erwarten hatten, entschieden. Unglaublich, aber wahr. Doch für die Brasilianer war der Albtraum noch nicht vorbei. Sami Khedira, normalerweise auch kein Typ Torjäger, an diesem Abend aber in absoluter Weltklasseform, sorgte in der 29. Minute für das 5:0.

So jubelt Hannover

Auch in Hannover wurde der Sieg gefeiert. Die besten Bilder vom Public Viewing.

Was dann in der 2. Habzeit passierte, hätte sich auch niemand träumen lassen. Viele brasilanische Fans pfiffen ihre Lieblinge wie Hulk aus und klatschten bei den Aktionen der Deutschen.
Ein 5:0-Sieg wäre bereits fantastisch gewesen, doch nach etwas zurückhaltenerem Beginn nach der Pause drehte vor allem der eingewechselte André Schürrle auf. Der Mann, der Klose ersetzte, sorgte für die Treffer Nummer sechs und sieben. 7:0.

Ein denkwürdiger Abend, obwohl auch Brasilien durch Oscar noch einmal traf. Und einer, um den am Sonntag in Rio de Janeiro eine rote Schleife drum gemacht werden soll: mit einem Sieg im Finale. Muss ja auch kein 7:1 werden ...

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