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Deutschland tritt mit Not-Elf im Testspiel gegen Frankreich an
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Fußballnationalmannschaft Deutschland tritt mit Not-Elf im Testspiel gegen Frankreich an

Jedes Mal die gleich Leier, wird sich Joachim Löw sagen: In Testspielen fehlen dem Bundestrainer viele Stammkräfte. So ist es auch zum Jahresauftakt 2013. An der Grundausrichtung der Nationalmannschaft ändert die Personallage vor dem Duell in Frankreich aber nichts.

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Wollen in Paris nicht wieder im Regen stehen: Die deutschen Nationalspieler beim Abschlusstraining vor dem Testspiel gegen Frankreich.

Quelle: dpa

Paris. Weit vorne auf Platz 2 C des Sonderfliegers nach Paris saß Joachim Löw und grübelte durchgerüttelt von manch heftigem Windstoß über sein Personal. Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger, Marco Reus, Mario Götze und auch Marcel Schmelzer - alle nicht an Bord. Für das ersehnte positive Start-Signal ins Länderspieljahr 2013 und den ersten Auswärtssieg in Frankreich seit 78 Jahren muss der Bundestrainer wieder einmal zum Formations-Tüftler werden. "Das muss man so akzeptieren. Es hat sich gezeigt, dass wir einen guten Kader haben. Es besteht für andere die Möglichkeit, sich zu präsentieren", gab Teammanager Oliver Bierhoff die pragmatische Standardlosung der Fußball-Nationalmannschaft aus.

Wie bei allen Testspielen seit dem misslungenen EM-Sommer fehlen Löw auch beim wegweisenden Jahresauftakt am Mittwoch (21.00/ARD) wichtige Säulen seines Teams. An der grundsätzlichen Zielsetzung ändert der kurzfristige Ausfall von fünf Akteuren aber nichts. Der Test gegen die Équipe tricolore um Bayern-Star Franck Ribéry ist für Mesut Özil und Co. der ultimative Härtetest für die rasche Erfüllung der Jahresvorgabe: "Die WM-Qualifikation für Brasilien 2014 ist das erklärte Ziel - und alles ist darauf ausgerichtet", sagte Löw.

Das Spiel hat sogar politische Dimensionen - als Teil des Festaktes zum Elysée-Vertrag

Die französische Hauptstadt empfing den DFB-Tross am Dienstag mit dicken grauen Wolken und frischem Wind bei gerade einmal vier Grad Celsius. Nur kurz blinzelte die Sonne nach der Landung hervor, als die DFB-Maschine auf einer Außenposition des Flughafens Charles de Gaulle gleich neben zwei Fliegern der "République Francaise" parkte. Ungemütlich dürfte es für die Löw-Auswahl auch vor erwarteten 75 000 Zuschauern im Stade de France von St. Denis werden. "Die Franzosen haben starke Individualisten, aber ihr Spiel ist auch von einer guten Physis geprägt", warnte Bierhoff. Unter den Zuschauern werden auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der französische Staatspräsident Francois Hollande erwartet. Das Spiel hat sogar politische Dimensionen, gilt es doch als Teil des Festaktes zu den 50-Jahr-Feierlichkeiten des Elysée-Vertrages. Zudem stehen sich beide Nationen zum 25. Mal in einem Länderspiel gegenüber - ein Silberjubiläum also.

Erstmals seit 2008 will das DFB-Team bei einem Auftaktspiel als Sieger vom Platz gehen und dabei die magere Bilanz gegen das Nachbarland von sieben Siegen, sechs Remis und elf Niederlagen aufpolieren. Letztmals gelang ein Sieg vor 26 Jahren beim 2:1 in Berlin mit Doppeltorschütze Rudi Völler. Doch: Wie schon beim 0:0 gegen die Niederlande im November muss Löw im Eiltempo mehrere Personal-Baustellen beackern. Übung hat er darin mittlerweile. Durch den Ausfall von Schmelzer (Knöchel) wird Philipp Lahm wieder zum Seitenhopper. Mangels Alternativen dürfte der Kapitän entgegen der langfristigen Löw-Pläne statt als rechter wieder als linker Verteidiger spielen. Auf der anderen Abwehrseite stehen damit Benedikt Höwedes oder Jérôme Boateng als Gegenspieler von Ribéry zur Verfügung - vor einem Jahr stellte sich für Löw gegen Frankreich (1:2) genau die gleiche Personalfrage. Er entschied sich für Ribérys Bayern-Kollegen Boateng.

Da Holger Badstuber durch seinen Kreuzbandriss langfristig fehlt, stellt sich die Innenverteidigung mit Per Mertesacker und Mats Hummels praktisch automatisch auf. Schweinsteiger (Adduktorenprobleme) ist ein Dauer-Absager bei Testspielen. In dieser Saison war der Münchner, wenn es nicht um Punkte ging, nie dabei. Für den somit erneut vakanten Platz neben Sami Khedira hat Löw die meisten Varianten parat. Der eigentlich offensivere Toni Kroos, Lars oder Sven Bender oder Ilkay Gündogan, der aber auch am Knöchel angeschlagen ist, sind die Alternativen. Den Ausfall von Fußballer des Jahres Reus (Adduktorenprobleme) auf links kann Löw mit einer Reaktivierung von Lukas Podolski oder einem Einsatz von André Schürrle kompensieren.

Das Torwart-Thema ist wieder befriedet

"Auf jeden Fall ist es eine wichtige Partie. Es ist das erste Spiel und das erste Zusammentreffen im neuen Jahr. Wir müssen gegen einen sehr guten Gegner wieder die richtigen Abläufe und Automatismen finden, bevor es dann in die WM-Quali geht", gab Schürrle das Jahres-Motto perfekt wieder. "Wir sind alle motiviert genug, um zu wissen, worum es geht", betonte der Leverkusener. Das Torwart-Thema ist nach dem verbalen Gegrummel von Manuel Neuer über sein Paris-Dasein als Einmal-Reservist von René Adler schnell wieder befriedet. Adler mimt nicht den aggressiven Herausforderer und Löw hat klar gemacht: "Wir haben die Möglichkeit, die Reihenfolge hinter Manuel Neuer offen zu lassen und die Dinge zu beobachten."

Interessant wird sein, wie Löw auf die längere Verletzungspause von Stürmer Miroslav Klose (Außenbandriss im Knie) reagiert. In Paris kann und darf Mario Gomez erstmals nach dem EM-Aus spielen und seinen Frust als Bayern-Reservist aufarbeiten. "Ich freue mich riesig auf das Spiel", kündigte er an. "Er hat gut trainiert und in der Vorbereitung eine gute Basis gelegt nach seiner längeren Verletzung", lautete Löws Vorab-Lob. Da Klose aber wohl auch in beiden Kasachstan-Spielen am 22. und 26. März fehlen wird, könnte das Stefan Kießling bislang verweigerte Comeback doch noch Realität werden. "Man muss es immer wieder neu bewerten", hatte Löw schon vor der Klose-Blessur zu Kießlings DFB-Aussichten gesagt. Im Flieger nach Paris saß Kießling aber noch nicht.

dpa

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